Bank erschwert Anschlussfinanzierung? – Wir helfen!

20.08.2013319 Mal gelesen
Berlin, den 20. August 2013. Am 16. Mai 2013 hat der Deutsche Bundestag das AIFM-Umsetzungsgesetz verabschiedet, das ab dem 22. Juni 2013 in Kraft ist. Mit diesem Gesetz wurde das Investmentgesetz (InvG) aufgehoben und durch das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) ersetzt. Der Anwendungsbereich der AIFM-Richtlinie umfasst sowohl offene als auch geschlossene alternative Investmentfonds (AIFs).

Stärkere Kontrolle durch erhöhte Berichtspflichten
Die AIFM-Richtlinie fordert mehr Transparenz von den AIF-Managern. Diese haben nunmehr für alle von ihnen verwalteten bzw. vertriebenen AIFs einen Jahresbericht unter Beachtung anerkannter Rechnungslegungsstandards zu erstellen. Dieser Bericht muss u.a. eine Bilanz oder Vermögensübersicht, eine Aufstellung über Erträge und Aufwendungen, einen Tätigkeitsbericht sowie detaillierte Angaben über die gezahlten Vergütungen enthalten. Während der Anlage sind Anleger und Aufsichtsbehörden über den Anteil schwer liquidierbarer Anlagewerte oder die eingesetzten Risikomanagementsysteme zu unterrichten. Überdies ist einmal jährlich der Nettoinventarwert je Fondsanteil zu veröffentlichen.

Kreditfinanzierte Fonds
Viele Fonds sind durch Bankkredite (mit)finanziert. Auch wenn sie vor der Umsetzung der AIFM-Richtlinie aufgelegt wurden, fordern die Banken von deren Managern ebenfalls Berichte nach den neuen Standards. Mitunter werden von den Fonds sogar monatlich Berichte abgefordert. Die Banken schauen genauer auf den Beleihungsauslauf, Cashflows, Risiken und Sicherheiten. Alles in allem bedeutet das nicht nur einen bislang unbekannten Mehraufwand für die kreditnehmenden Fonds, sondern führt in vielen Fällen auch zu Problemen in der Beziehung zu ihren kreditgebenden Banken.

Anschlussfinanzierung wird schwieriger
Viele der in der Boomzeit vor 2008 vergebenen Darlehen laufen jetzt oder demnächst aus, so dass eine Anschlussfinanzierung nötig wird.
Aufgrund der Basler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) verschärfen sich die Anforderungen an die Kreditvergabe einschließlich der Anschlussfinanzierungen. Die Eigenkapitalanforderungen erfassen neben den schon jetzt zu kalkulierenden Kredit- und Marktpreisrisiken (Basel I) nunmehr auch operationelle Risiken. Durch spezielle Messverfahren für das Bonitätsrisiko von Kreditnehmern wird eine differenzierende und risikosensitivere Ermittlung der Eigenkapitalanforderungen im Bereich der Kreditrisiken möglich. Summa summarum führt das absehbar für viele Kreditnehmer zu Schwierigkeiten bei der Prolongation. Hier besteht die akute Gefahr, dass Fonds zum Sanierungsfall werden.

Verhandeln mit fachanwaltlichem Sachverstand und starkem Beistand
Darlehensnehmer sind keine Bittsteller, sondern Vertragspartner. Die Wünsche mancher Kreditinstitute sind nicht vereinbar mit den Verträgen, die sie mit ihren Darlehensnehmern geschlossen haben. Wer sich in einer schwierigen Situation ohne Rechtsbeistand in eine „Verhandlung“ mit seiner Bank begibt, läuft leicht Gefahr, die Anschlussfinanzierung zu riskieren. Unsere Kanzlei ist auf Darlehensrecht spezialisiert. In diesem Rahmen verfügen wir über einschlägige Erfahrungen bei Verhandlungen mit Banken über Anschlussfinanzierungen (Prolongationen) bei Fonds.

Unser Angebot

  • Wir besprechen mit Ihnen im Vorfeld des Bankgesprächs absehbare Schwierigkeiten der Prolongation Ihres Darlehens, prüfen Ihren Darlehensvertrag, informieren Sie über Ihre Ansprüche sowie über die Möglichkeiten und Chancen der Durchsetzung Ihrer Interessen.
  • Wir entwickeln mit Ihnen die Argumentation für die Kommunikation mit der Bank.
  • Wir begleiten Sie auf Wunsch zu Bankgesprächen und vertreten Ihre Interessen.


Ansprechpartner:
Dr. Timo Gansel
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Tel.: 030 226674-0
E-Mail: [email protected]