HypoVereinsbank wird erneut zur Rückabwicklung von Swapverträgen verurteilt

HypoVereinsbank wird erneut zur Rückabwicklung von Swapverträgen verurteilt
18.02.2013364 Mal gelesen
Das Landgericht München I hat die HypoVereinsbank erneut am 18. Februar 2013 zur Rückabwicklung mehrerer Cross Currency Swaps verurteilt.

Dem Kläger wurden zur Zinsoptimierung seiner Finanzierungen Cross Currency Swaps seitens der Berater der HypoVereinsbank angeboten.

Die Bank vertrat die Meinung über alle Risiken ordnungsgemäß aufgeklärt zu haben und wendete vor Gericht ein, die Ansprüche seien bereits gem. Wertpapierhandelsgesetz verjährt.

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold von der Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH hat hingegen die Meinung vertreten, dass der Kläger vorsätzlich seitens der HypoVereinsbank falsch beraten worden ist. Die Verjährung wäre in diesem Fall nicht eingetreten.

Das Landgericht München I folgte der Meinung des Klägervertreters und verurteilte die HypoVereinsbank zur Freistellung von sämtlichen Folgen aus den streitgegenständlichen Swapgeschäften und Freigabe der gestellten Sicherheiten.

„Dies ist erneut eine Bestätigung, dass diese Geschäfte nicht als Zinsoptimierung oder aktives Zins-und Währungsmanagement an die Kunden der HypoVereinsbank hätten verkauft werden dürfen.“ so Rechtsanwalt Leipold. „Es kann den betroffenen Kunden nur angeraten werden, diese Geschäfte und ihre für die Kunden unvorhersehbaren Folgen  nicht zu akzeptieren.“

Das Urteil vom heutigen Tage ist ein weiterer Erfolg in einer Reihe von Parallelverfahren. Die HypoVereinsbank wird zwischenzeitlich hart seitens der Gerichte für diese Geschäfte kritisiert. Dabei wird sowohl von „Täuschung“, als auch „unseriösem Geschäften“ seitens der Bank durch die Gerichte gesprochen.

Die Bank ist hingegen weiter uneinsichtig und bietet trotz deutlicher Rechtslage zu Gunsten der Kunden nur Vergleiche in Höhe von 15 bis 20 Prozent der Schadensumme an. Zu wenig meinen die ehemaligen „VIP“ Kunden der HypoVereinsbank und lassen die Gerichte entscheiden.

Den Ausgang dieser Wettgeschäfte hätte sich die Bank vermutlich anders vorgestellt.

Kunden welche Swapverträge noch haben oder hatten, sollten auf jeden Fall ihre Verluste gegenüber der Bank geltend machen. Die Verluste über angeblich zinsgünstige Darlehen der Bank abzuzahlen, ist dabei eine Variante, welche als Angebot der HypoVereinsbank ihre Kunden nur weiter verärgert.