Vorsicht “Steuersparimmobilie“

28.06.20072433 Mal gelesen

Vom Erwerb der Eigentumswohnung zur Rückabwicklung von Kauf- und Darlehensvertrag


Berlin, den 28.06.2007: Die Kanzlei Gansel Rechtsanwälte nimmt einen Beitrag der ARD Fersehsendung Plusminus vom 26.06.2007 mit dem Titel „Ost-Immobilien - Wie die Masche immer noch funktioniert“ zum Anlass, um Sie auf die Möglichkeiten der Rückabwicklung anbieterinitiierter Immobilienkaufverträge nebst dazugehöriger Darlehensverträge zu informieren.



Ein Fall gleicht dem anderen
Immer wieder sind unsere Mandaten überrascht, wenn sie oft verzweifelt vom Erwerb einer belastenden Steuersparimmobilie berichten und wir ihnen nach wenigen Sätzen sagen, wie sich der Kauf abgespielt hat. „Ja, woher wissen Sie denn das?“ ist meist die Reaktion. Wenn wir dann noch ihren Verkäufer oder Vermittler aus bereits anhängigen Verfahren kennen, sind viele perplex.
Doch was so wundersam erscheint, ist leicht erklärt: Seit Jahrzehnten nutzen unseriöse und betrügerische Vermittler den „natürlichen“ Wunsch aller Bürgerinnen und Bürger, so wenig Steuern wie möglich zu zahlen, gnadenlos für ihre windigen Geschäfte aus.
„Wollen Sie Steuern sparen?“ bzw. „Warum zahlen Sie so viel Steuern?“ ist die suggestive Eingangsfrage, um am Ende dem sparwilligen Opfer eine oft überteuerte Eigentumswohnung mit einer derart hohen Darlehensbelastung zu verkaufen, die manch einen ruiniert und in Einzelfällen sogar in den Selbstmord getrieben hat.



Opfer werden ist nicht schwer
Um es vorweg zu sagen: Unsere geschädigten Mandanten kommen aus allen sozialen Schichten mit hohem und niedrigerem Bildungsgrad. Die Vermittler und Verkäufer veräußern in Zusammenarbeit mit skrupellosen Banken und fragwürdigen Notaren überaus geschickt ihre Steuersparimmobilien.
Ohne Eigenkapital und ohne Risiko, geringste Belastungen und hoher Wiederverkaufswert der Immobile sind ihre Versprechungen. So überzeugend die Vorteile dieser Geldanlage dargestellt werden können sich die wenigsten dem verlockenden Angebot entziehen, quasi mit „Nichts“ allein durch das Sparen von Steuern eine Immobilie zu erwerben.
Nicht selten werden die potentiellen Käufer psychologisch raffiniert unter Druck gesetzt. Immer muss alles ganz schnell gehen, sonst verpasse man die einmalige Chance. Und die Finanzierung sei überhaupt kein Problem. Das Formular für den Darlehensvertrag hat der Vermittler schon parat.
Wenn man den Opfer unter diesen Umständen vorwerfen will, leichtgläubig gehandelt zu haben, dann trifft das zumindest auf diejenigen zu, die sich vor dem Kauf die Immobilie nicht angesehen haben. Denn meist stellt sich nach dem Kauf heraus, dass die schönen Hochglanzfotos nicht der Realität entsprechen bzw. die Immobilie nicht oder nur gering vermietet ist.



„Aufschwung“ im Osten
Die Sendung „plusminus“ recherchierte, dass die dubiosen Immobiliengeschäfte zum Steuernsparen eine regelrechte Renaissance vor allem in den neuen Bundesländern erfahren. Der Markt würde in den letzten Monaten geradezu einen Aufschwung erfahren. Vor allem Leipzig bleibe das Hauptziel der Immobilienabzocker mit Pseudo-Steuersparmodellen. Obwohl jede zehnte Wohnung in Leipzig leer steht, würde ständig neu saniert. Etwa 95 % dieser Wohnungen verkaufe ImmoConcept und andere Unternehmen als Steuersparanlage. So kommen auf die Käufer statt der versprochenen Wertsteigerung massive Verluste und Belastungen zu.



Rückübertragung der Steuersparimmobilie und Widerruf des Darlehensvertrages
Für viele Käufer unseriöser Steuersparimmobilien kommt irgendwann der Zeitpunkt, ab dem sie die Kosten für die überteuerte Eigentumswohnung, die sich entgegen allen Beteuerungen vor dem Kauf eben doch nicht nebenbei aus der „Portokasse“ finanzieren lassen, nicht mehr tragen können oder wollen. Da ein Verkauf der Immobile ohne Schuldenberg kaum möglich ist, sollte die Möglichkeit der Rückabwicklung des Kaufes geprüft werden.
Dafür müssen insbesondere folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Kauf der Eigentumswohnung in einer sog. Haustürsituation (dazu reicht es, dass der telefonische oder persönliche Erstkontakt in einer Wohnung oder am Arbeitsplatz stattfand).
  • Arglistige Täuschung über wesentliche Punkte des Vertrages (z.B. über den Wert der Eigentumswohnung, die Möglichkeit des Wiederverkaufs, die Höhe der Mieteinnahmen, über Mietgarantien, die Vermietungssituation, die Liquiditätsentwicklung, die Wertsteigerung des Objektes, die Höhe der Steuerersparnis).
  • Vorliegen eines sog. verbundenen Geschäfts (enger sachlicher Zusammenhang besteht zwischen Kredit- und Kaufvertrag, d.h., der eine Vertrag wäre ohne den anderen nicht abgeschlossen worden).

Unsere Kanzlei vertritt seit Jahren eine Vielzahl geschädigter Käufer von Steuersparimmobilien in ganz Deutschland. Auf Grund unserer Spezialkenntnisse und Erfahrungen gelingt es uns, Eigentumswohnungen unserer Mandanten relativ schnell „zurückzugeben“ bzw. eine wirtschaftlich akzeptable Lösungen zur Zufriedenheit unserer Mandanten auszuhandeln.



Unser Angebot
Wir beraten und vertreten geprellte Erwerber von Steuersparimmobilien gegenüber Banken (Kreditinstituten), Vermittlern (Maklern) und Verkäufern. Wir helfen den betroffenen Anlegern beim Widerruf ihres Kredites (Darlehensvertrag) und der Rückgabe ihrer überteuerten Wohnung.
Damit Sie sich nicht in einen aussichtslosen Rechtsstreit begeben, prüfen wir vorab für 50 Euro sowohl Ihre Ansprüche als auch Ihre Erfolgsaussichten und sagen Ihnen, welche Kosten bei einer außergerichtlichen oder gerichtlichen Auseinandersetzung auf Sie zukommen.