Fremdwährungskredite: Nachbesicherung und Zwangskonvertierung

07.12.2011609 Mal gelesen
Forderungen der Banken Fremdwährungskredite bieten risikobereiten Kreditnehmern bei Immobilienfinanzierungen als auch bei der Finanzierung von Kapitalanlagen Chancen, ihre Darlehenslast zu minimieren. Dafür müssen sie mit dem Risiko leben, am Ende stärker als mit einem Darlehen vor Ort in der eigenen Währung belastet zu werden. Und genau vor dieser Situation stehen jetzt viele Darlehensnehmer, die z.B. Kredite in Schweiz Franken (CHF) aufgenommen haben. Da Schweizer Franken im Vergleich zum Euro wieder stärker geworden sind, wächst die Darlehensschuld. Der Darlehensnehmer muss daher mehr Geld aufwenden, um das Darlehen zurückzuzahlen. Kurzum: Aus dem spekulierten Vorteil wird eine Belastung für den Darlehensnehmer. Und das, nach dem Verhalten vieler Kreditinstitute, im doppelten Sinne. Denn Darlehensnehmer werden durch manche Banken mit unerfüllbaren Forderungen massiv unter Druck gesetzt indem von ihnen in der Vertragslaufzeit kurzfristig eine nicht leistbare Nachbesicherung des Vertrages verlangt oder eine Zwangskonvertierung in einen teuren Eurokredit bzw. Vertragskündigungen angedroht wird. Das kann schlimmstenfalls zur Versteigerung des Hauses oder der Wohnung führen.

Zwangskonvertierung nicht statthaft
Grundsätzlich ist ein Fremdwährungskredit erst am Ende der Laufzeit zu konvertieren und zu tilgen. Kreditnehmer dürfen deshalb nicht zu einer für sie nachteiligen Konvertierung in Euro gedrängt werden. Meist selbst dann nicht, wenn der Kreditvertrag der Bank die Möglichkeit einräumt, den Kredit auch gegen den Willen des Kunden in Euro zu konvertieren, da viele dieser Klauseln u.E. rechtswidrig und damit unzulässig sind.

Nachbesicherung nicht statthaft
Die Zehn-Prozent-Klausel, nach der bei einer Abwertung des Euro gegenüber der Fremdwährung um mehr als 10 % zusätzliche Sicherheiten verlangt werden können, ist in Österreich schon nicht mehr statthaft. Darlehensnehmer dürfen aber auch hierzulande nicht zum Erbringen zusätzlicher Sicherheiten gezwungen werden. Denn das würde nicht zuletzt dem Wesen von Fremdwährungskrediten und deren Risiken widersprechen, weil Währungsschwankungen der Bank bei Vertragsabschluss bewusst sind. Damit muss auch die Bank mit der einmal vereinbarten Sicherheit leben, die sie unter heutigen Umständen nicht als ausreichend erachtet. Eine einseitige, nicht erbringbare und damit u.U. für den Darlehensnehmer existenzbedrohende Nachbesicherung darf nicht als Vehikel für die Zwangsauflösung des Vertrages dienen. Das stellt eine grobe Benachteiligung der Darlehensnehmer dar, die unzulässig ist.

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Fordert Ihre Bank von Ihnen eine Nachbesicherung oder drängt Sie zum Abschluss eines schlechteren Euro-Vertrages während der Laufzeit Ihres Darlehens, sollten Sie fachanwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Stimmen Sie keiner Verschlechterung Ihrer Konditionen zu, obwohl Sie dazu nicht verpflichtet sind.

Ansprechpartner:
Thomas Röske
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
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