Vaterschaft und Samenspende

18.05.201755 Mal gelesen
Neues Auskunftsrecht für Kinder. Im aktuell diskutierten Abstammungsgesetzentwurf geht es darum, Kindern, die aus einer künstlichen Befruchtung hervorgegangen sind, einen Auskunftsanspruch bezüglich ihrer Abstammung einzuräumen...

Neues Auskunftsrecht für Kinder

Im aktuell diskutierten Abstammungsgesetzentwurf geht es darum, Kindern, die aus einer künstlichen Befruchtung hervorgegangen sind, einen Auskunftsanspruch bezüglich ihrer Abstammung einzuräumen.

Der Gesetzentwurf sieht einen Auskunftsanspruch für alle Personen ab 16 Jahren vor, die durch eine Samenspende und ärztlich unterstützte künstliche Befruchtung gezeugt wurden. Dazu ist geplant, ein zentrales Register für Samenspender beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) einzurichten. Für 110 Jahre sollen dort jeweils Angaben über Samenspender und Empfängerinnen einer Samenspende gespeichert werden.

Das Auskunftsrecht gilt für alle Personen, die denken, durch eine Samenspende gezeugt worden zu sein. Gleichzeitig soll das Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) insofern geändert werden, dass die gerichtliche Feststellung der rechtlichen Vaterschaft des Samenspenders nicht mehr möglich ist. Grund ist es, zu verhindern, dass an Samenspender Ansprüche aus dem Bereich Sorge-, Unterhalts- und Erbrecht gestellt werden. Ohne diese Regelung schwebt über jedem Samenspender ein hohes potenzielles Risiko der "Haftung".

Bei Fragen rund um die Abstammung und entsprechende Rechtsverhältnisse sollten Interessierte - auch nach der Novellierung - einen erfahrenen Familienrechts-Anwalt zu Rate ziehen.