Fake-Monk Limited: Wege, um verlorenes Kapital zurückzufordern

08.06.2026 16 Mal gelesen Autor: Jochen Resch
Eine falsche Monk Limited zockt derweil Trader ab – seien Sie auf der Hut, es drohen herbe finanzielle Verluste, das Online-Trading ist fingiert.

Wer über monk-limited(.)net investiert oder die Zugänge wt.coregateway(.)org beziehungsweise user.coregateway(.)org genutzt hat, ist wohl auf ein betrügerisches Konstrukt gestoßen. Auch monk-limited(.)com gehört zu diesem gefährlichen Abzock-Netzwerk. Die Domains wurden am 23.02.2026 registriert und dienen ersichtlich dazu, Anleger zu täuschen. Im Folgenden erfahren Sie, woran Sie den Betrug erkennen und welche Schritte zur Rückholung Ihres Geldes möglich sind.

Täuschend echtes Trading – aber kein reales Unternehmen

Die unter dem Namen Fake-Monk Limited auftretende Plattform stellt eine Handelsumgebung dar, die auf den ersten Blick glaubwürdig wirkt. Kursverläufe, Depotstände und ausgewiesene Gewinne scheinen plausibel, sind jedoch lediglich Teil einer inszenierten Oberfläche.

Tatsächlich greifen die Verantwortlichen auf mehrere Internetadressen zurück – etwa monk-limited(.)net sowie die Login-Seiten wt.coregateway(.)org und user.coregateway(.)org. Ergänzt wird dieses Geflecht durch monk-limited(.)com. Dass sämtliche Domains am selben Tag registriert wurden, spricht deutlich für ein abgestimmtes Vorgehen. Ähnliche Strukturen sind bereits aus anderen Projekten wie RCE Banque bekannt.

Verwechslung mit seriöser Firma bewusst einkalkuliert

Ein besonders kritischer Punkt ist die Nähe zum Namen der echten Monk AG aus der Schweiz. Dieses Unternehmen hat seinen Sitz in Kilchberg (Alte Landstrasse 5, 8802) und ist unter der UID CHE-101.599.787 registriert.

Es steht in keinerlei Verbindung zu den hier beschriebenen Aktivitäten, sondern ist selbst von der missbräuchlichen Nutzung seiner Identität betroffen. Ebenso wenig besteht ein Zusammenhang zu einer früheren, inzwischen gelöschten Monk Limited im britischen Register, auch wenn der gleiche Firmenname dies suggerieren könnte.

Warum Auszahlungen scheitern

Betroffene berichten übereinstimmend davon, dass Auszahlungswünsche blockiert werden. Statt einer Überweisung folgen neue Forderungen – etwa angebliche Steuern, Gebühren oder Sicherheitsleistungen.

Diese dienen ausschließlich dazu, weitere Einzahlungen zu erzwingen. Das Muster wiederholt sich in vielen Fällen und entspricht typischen Abläufen im Anlagebetrug.

Die zentrale Rolle von Bankkonten

Damit Gelder überhaupt fließen können, nutzen die Täter reale Kontoverbindungen. Diese bilden die Grundlage der Geldbewegungen und stehen regelmäßig im Zusammenhang mit Geldwäsche nach § 261 StGB.

Ohne diese Infrastruktur wäre das System nicht funktionsfähig. Ein Ansatzpunkt für Geschädigte besteht darin, die Empfänger dieser Zahlungen zu identifizieren und rechtlich in Anspruch zu nehmen.

Hintermänner und Struktur

Die Verantwortlichen agieren grenzüberschreitend und bedienen sich verschachtelter Strukturen. Auffällig ist zudem, dass kritische Stimmen nicht selten durch Cyberangriffe unter Druck gesetzt werden – selbst juristische Vertreter waren davon betroffen.

Dieses Verhalten deutet auf ein professionell organisiertes Netzwerk hin, bei dem auch der Verdacht einer kriminellen Vereinigung (§ 129 StGB) im Raum stehen kann.

Rechtliche Bewertung

Wer vorsätzlich falsche Tatsachen vorspiegelt, um Vermögen zu erlangen, erfüllt den Tatbestand des Betrugs gemäß § 263 StGB. Bei Anlagekonstellationen kann zusätzlich § 264a StGB einschlägig sein.

Auf zivilrechtlicher Ebene ergeben sich Ansprüche unter anderem aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB sowie aus § 812 BGB. Diese richten sich insbesondere gegen die Kontoinhaber innerhalb der Zahlungsströme.

Zu beachten ist außerdem: Rückflüsse von Geldern sollten rechtlich geprüft werden, da unter Umständen der Vorwurf der Geldwäsche entstehen kann, wenn die Herkunft nicht eindeutig geklärt ist.

Kontaktangaben der Täter

Die Betreiber nutzen die E-Mail-Adresse support@monk-limited(.)net sowie die Telefonnummer +441224076037. Als angeblicher Firmensitz wird Alte Landstrasse 5, 8802 Kilchberg, Switzerland angegeben.

Tatsächlich handelt es sich hierbei um die Adresse der legitimen Monk AG, die missbräuchlich verwendet wird.

Was Betroffene jetzt tun sollten

Wer betroffen ist, sollte umgehend handeln:

  • Keine weiteren Zahlungen leisten 
  • Sämtliche Belege und Transaktionsnachweise sichern 
  • Die gesamte Kommunikation dokumentieren 
  • Strafanzeige erstatten 
  • Einen auf Anlagebetrug spezialisierten Rechtsanwalt einschalten 

Möglichkeiten zur Rückforderung verlorener Gelder

Die Rückholung investierter Gelder setzt regelmäßig bei der Nachverfolgung der Zahlungsströme an. Ziel ist es, die Empfänger der Gelder zu identifizieren und rechtliche Ansprüche durchzusetzen.

RESCH Rechtsanwälte verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Bank- und Kapitalmarktrecht sowie in der Bearbeitung von Fällen des Anlagebetrugs und der Geldwäsche. Die Kanzlei analysiert Zahlungswege, identifiziert beteiligte Kontoinhaber und verfolgt Rückforderungsansprüche konsequent.

Wenn Sie Verluste im Zusammenhang mit Fake-Monk Limited erlitten haben, kann eine rechtliche Prüfung Ihres Falls helfen, die nächsten Schritte zu klären und mögliche Rückforderungsansprüche zu verfolgen.

 

 

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