Cinerenta-Filmfonds: Anlegern droht Schaden durch Steuernachzahlungen

12.10.20092752 Mal gelesen

Berlin, den 12.10.2009: Das Finanzamt München hat nunmehr mitgeteilt, dass es bei allen fünf Cinerenta-Filmfonds der Gesellschaft Cine Pictures „von einem Fehlen der Gewinnerzielungsabsicht“ ausgeht. Das bedeutet, die Verlustzuweisungen für die Anleger dieser Fonds sind hinfällig, so dass ihre Finanzämter sie auffordern werden, die in der Vergangenheit erzielten Steuerersparnisse zurückzuzahlen.
Wir vertreten die betroffenen Anleger gegen die Fondsverantwortlichen und die Vermittler der Fonds. Auf Grund der aktuellen  Rechtsprechung sehen wir gute Chancen, bereits außergerichtlich zum Erfolg zu kommen.

 

Fehlen der Gewinnerzielungsabsicht führt zur Steuernachzahlung
Wenn das Finanzamt München mitteilt, dass bei allen Fonds die Gewinnerzielungsabsicht fehle, dann wird damit unterstellt, die Anleger wollten nie Geld mit den Filmen verdienen. Somit hätten sie auch keinen Anspruch auf die Einkommensteuer mindernden Verluste und  die Verlustzuweisungen wären hinfällig. Steuernachzahlungen an das Finanzamt in Gestalt der Steuervorteile plus Versäumniszinsen in Höhe von 6 % sind dann die Folge. Damit werden die betroffenen Anleger in nächster Zeit schließlich mit einer erheblichen finanziellen Belastung konfrontiert.
 
Finanzamt fordert Geld und prüft nicht die Fonds
Die Finanzämter berücksichtigen bei der Ausstellung der Steuerrückforderungsbescheide nicht, dass die Auflage dieser Fonds durch das Emissionshauses Cinerenta von Vornherein kaum Aussicht auf Erfolg hatte. Sie interessiert auch nicht, dass gerade erst das Landgericht München I die ehemaligen Cinerenta-Geschäftsführer Eberhard Kayser und Rainer Binger wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung zugunsten der Cinerenta-Anleger zu Freiheitsstrafen von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt hat (Az.: 6 KLs 323 Js 30919/04).
 
Schadenersatz fordern!
So eindeutig der Schaden ist, den die Anleger nunmehr erleiden, so unnachgiebig sollten sich die betroffenen Anleger jetzt auch wehren.
Nach unserer Erfahrung wurde viele Anleger nicht oder nur mangelhaft über die Risiken bei Medienfonds, insbesondere das Totalverlustrisiko, aufgeklärt. Auch zu den Steuervorteilen, mit denen die Filmfonds massiv beworben wurden, haben die Vermittler meist nur die Chancen herausgestellt und die Höhe schöngerechnet. Worüber Vermittler und Finanzberater ihre Kunde seltenst aufgeklärt haben, ist die Provision, die sie für den Verkauf der Medienfonds bekamen.
Sollten sich diese Beratungsdefizite und –fehler beim Kauf des Fonds herausstellen, kann der betroffene Anleger die Rückabwicklung dieser Kapitalanlage nebst entgangenem Gewinn und die Freistellung von weiteren Schäden – wie die Aufnahme eines Darlehens zur Finanzierung der Medienfondsanlage - fordern.
Außerdem können Anleger Schadenersatz gegen Fonds-Verantwortliche geltend machen. Inzwischen liegen einige Urteile in Schadenersatzprozessen gegen die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Contor (Treuhänderin der Fonds) vor, die zu Gunsten der geschädigten Fondsanleger endeten.
 
Unser Angebot
Wir prüfen die Möglichkeit, für Sie Schadenersatz einzufordern bzw. Ihre gesamte Fondsbeteiligung verlustfrei rückabzuwickeln.
Wir prüfen für 50 Euro Ihre Medienfondsbeteiligung hinsichtlich aller Ansprüche und deren  Erfolgsaussichten und sagen Ihnen, welche Kosten bei der Durchsetzung Ihrer Rechte auf Sie zukommen. Für rechtsschutzversicherte Anleger übernehmen wir die Deckungsanfrage.
 
Referenz
Wir sind eine der von der „Wirtschaftswoche“ im Jahre 2009 ausgewiesenen „Top-Anlegerschutzkanzleien“. Unsere Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht vertreten bundesweit geschädigte Kapitalanleger. 
 
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