Erste Klagen gegen EY vor dem LG Stuttgart in Sachen Wirecard AG

EY
11.11.2021117 Mal gelesen
Auf Basis des nunmehr veröffentlichten „Wambach Bericht“ reicht Rechtsanwalt Leipold erste Klagen gegen EY auf Schadensersatz beim LG Stuttgart ein.

Gut eineinhalb Jahre ist es her, dass die Wirecard AG aus dem DAX 30 Insolvenz angemeldet hat und dadurch den größten Finanzskandal Deutschlands ausgelöst hat. Seit dem wurde viel ermittelt, aber wenig getan, um tatsächlich die Schäden der Anleger zu regulieren. Insbesondere aus der Politik wurde zwar medienwirksam ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss eingeleitet. Am Ende aber alles als streng geheim eingestuft und die gewonnenen Erkenntnisse konnten bisher den geschädigten Anlegern nicht helfen.

 

Dabei gab es den so genannten "Wambach Bericht" der brisante Stellen vor allem in Bezug auf die Wirtschaftsprüfer von EY beinhaltet. Aber auch die Aussagen von Mitarbeitern von KPMG und anderen waren bereits sehr belastend für EY Deutschland.

Nun ist der "Wambach Bericht" veröffentlicht und kann für die Schadensersatzprozesse der Anleger genutzt werden. Der Inhalt ist für EY desaströs und es wird interessant werden, wie EY in den nun zahlreichen Schadensersatzprozessen argumentieren wird.

 

Die Rechtsanwaltskanzlei Leipold mit Sitz in Hamburg und Bayern hat nun die ersten Klagen gegen EY fertig gestellt, in denen der "Wamabach Bericht" und die Erkenntnisse aus dem Untersuchungsausschuss eine wichtige Rolle spielen.

Insgesamt vertritt die Kanzlei ca. 650 geschädigte Anleger weltweit. Bisher wurden bereits große Schadenspositionen beim ehemaligen Vorstand Markus Braun und seiner Beteiligungsgesellschaft sichergestellt. Insgesamt ca. 30 Mio. Euro.

 

Auch hier laufen bereits die ersten Hauptsacheverfahren, nach dem zunächst über Arreste die Forderungen vollstreckt wurden.

 

Und es gibt einen weiteren möglichen Anspruchsgegner. Die Firma Mastercard wusste schon lange von den dubiosen Geschäften der Firma Wirecard. Es könnten sich daher auch Ansprüche gegen Mastercard aus einer Beihilfehandlung ergeben. Die Kanzlei bereitet derzeit erste Anspruchsschreiben vor.

 

Insgesamt kann man den Anlegern die mehrere Milliarden bei diesem Finanzskandal verloren haben, zumindest eine Möglichkeit bieten ihren Schaden möglicherweise zurück zu erhalten.

 

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank und Kapitalmarktrecht Michael Leipold hat sich seit 18 Jahren auf die erfolgreiche Durchsetzung von Ansprüchen geschädigter Kapitalanleger spezialisiert. Gerne können Sie Ihre Unterlagen zu einer kostenlosen Ersteinschätzung mailen.