Wirecard AG Insolvenzverfahren - Anleger sind gleichberechtigt

Wirecard
08.04.2021193 Mal gelesen
Ein Rechtsgutachten bestätigt, dass Aktionäre und Anleger gleichrangig mit ihren Schadensersatzansprüchen am Insolvenzverfahren teilnehmen.

Am 25.08.2020 wurde das Insolvenzverfahren über die Wirecard AG eröffnet und die Kanzlei JAFFÈ zum Insolvenzverwalter bestellt. Gem. Bericht der Kanzlei JAFFÈ sieht es wie folgt aus:

"Die wirtschaftliche Lage der Wirecard AG war und ist angesichts der fehlenden Liquidität und der bekannten skandalösen Begleitumstände äußerst schwierig. Mit den üblichen Restrukturierungs- und Kostenanpassungsmaßnahmen ist es daher nicht getan, denn eine so massive Verlustsituation ist im eröffneten Insolvenzverfahren unter Vollkosten nicht darstellbar. Demgemäß müssen Arbeitnehmerzahl und alle weiteren Kostenpositionen bei allen insolventen Gesellschaften der unternehmerischen Wirklichkeit angepasst werden. Im Verkaufsprozess für das Kerngeschäft, in dessen Rahmen auch die nicht insolvente Wirecard Bank AG am Markt angeboten wird, stehen wir aktuell mit mehreren namhaften Interessenten in Verhandlungen über einen Erwerb. Die Erlöse aus der Verwertung werden dabei den Gläubigern zugutekommen", so der Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffè.

 

Die Rechtsanwaltskanzlei Leipold hat bisher für ca. 400 Mandanten Schadensersatzforderungen zur Insolvenztabelle angemeldet. Dabei handelt es sich um Anleger der Wirecard AG, welche Aktien, Anleihen oder sonstige strukturierte Produkte der Wirecard AG gekauft hatten und dabei nahezu einen Totalverlust erlitten haben. Normalerweise stehen Aktionäre ganz hinten an im Falle einer Insolvenz. Aufgrund der Gegebenheiten im Fall Wirecard und den dortigen Vorkommnissen wird angeraten nicht als Gesellschafter, sondern im Wege des Schadensersatz seine Forderung anzumelden.

 

Dies bestätigt nunmehr auch ein Rechtsgutachten von Prof. Dr. Georg Bitter, welches im Auftrag einer Anlegerkanzlei erstellt worden ist.

 

Der Prüfungstermin findet nun am 15.04.2021 statt. Dabei wird der Insolvenzverwalter entscheiden, wie mit den Anmeldungen der Anleger tatsächlich umgegangen wird.

 

Betroffene Anleger die eine Rechtsschutzversicherung haben, sollten unbedingt durch eine Fachanwalt eine Deckungsanfrage stellen. In den meisten Fällen ist die Forderungsanmeldung durch die Rechtsschutzversicherung gedeckt. Für geschädigte Anleger die keine Rechtsschutz haben, bietet die Kanzlei eine Pauschale unabhängig vom Schaden an.

 

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael Leipold mit Kanzleien in Bayern und Hamburg ist seit 17 Jahren auf die Vertretung von geschädigten Anlegern spezialisiert. Gerne können Sie ihre Unterlagen für eine kostenlose Ersteinschätzung in die Kanzlei mailen. Die Kontaktdaten lauten wie folgt: info@rechtsanwaltleipold.de .