Solarworld AG vor schweren wirtschaftlichen Schwierigkeiten

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21.04.2017127 Mal gelesen
Anleger sollten anwaltlichen Rat einholen und rechtliche Möglichkeiten prüfen lassen:

Am 22. März 2017 hat der Nachrichtendienst n-tv über den Status quo der Solarworld AG berichtet. Seit einigen Monaten muss das Unternehmen schwere Kursverluste verbuchen. Das Unternehmen sei Experten zufolge dem Risiko einer Insolvenz auch weiterhin stark ausgesetzt. Ein Großteil des Eigenkapitals habe sich dem Handelsblatt zufolge, das wiederrum Unternehmenschef Frank Asbeck zitierte, stark minimiert. Im vergangenen Jahr soll das Eigenkapital von mehr als 28 Mio. Euro auf 2,6 Mio. Euro gesunken sein. Mitverantwortlich könnte auch der kostspielige Restrukturierungsprozess des Unternehmens sein. Nach § 92 Aktiengesetz muss die Unternehmensspitze ihre Anleger zu einer außerordentlichen Hauptversammlung einladen, um auf den starken Verlust des Grundkapitals aufmerksam zu machen. Die Warnleuchten zahlreicher Anleger haben sich daraufhin bemerkbar gemacht, denn die Aktie verbuchte zeitweise einen Verlust von etwa 33 Prozent. Zudem führt der deutsche Solartechnologiehersteller auch weiterhin einen erbitterten Prozess mit dem Siliziumhersteller Hemlock. Die Forderungen belaufen sich auf etwa 720 Mio. Euro. Die Kapitalhöhe von Solarworld kann den Betrag nicht decken. Am 22. März 2017 hat die Süddeutsche Zeitung auch über die noch anfallenden Darlehen und Anleihen berichtet, die bis 2019 in Höhe von 350 Mio. Euro zu erwarten sind.

Bereits im Jahr 2013 hatte die Solarworld AG mit schweren wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Nur ein Schuldenschnitt, also ein Kapitalverzicht der Anleger, und weitere Investitionen durch die Anleger zur Rettung des Unternehmens konnten das Bonner Photovoltaikunternehmen vor dem Schlimmsten bewahren.

Die 1998 gegründete Solarworld AG ist ein international agierendes Unternehmen aus Bonn, das auf Solarstromtechnologien spezialisiert ist. Die preiswertere Konkurrenz auf dem internationalen Markt, sowie der Preisverfall sorgten für wirtschaftliche Verluste im Unternehmen. Bereits 2012 verzeichnete das Unternehmen einen Rekordverlust des Eigenkapitals in Höhe von 600 Mio. Euro. Die Schadensersatzforderung von Hemlock sorgt für zunehmende wirtschaftliche Schwierigkeiten im Unternehmen. Weiterhin werden die Aktionäre einem erneuten Schuldenschnitt wohl kaum zustimmen, sodass Solarworld im schlimmsten Fall die Pleite drohen könnte. Des Weiteren wurde im September 2016 bekannt gegeben, dass die beiden Anleihen von Solarworld vom Handel ausgesetzt werden. Für die Anleger bedeutet das, dass die Zinsauszahlung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen soll. Die beiden Anleihen (WKN: A1YDDX/ WKN: A1YCN1) wurden im Februar 2014 emittiert und sind mit fünfjähriger Laufzeit 2019 fällig. Bislang wird neben der Zinsstundung auch die Nennwerterhöhung als Grund für die Handelsaussetzung genannt. Allerdings stellt sich die Frage, ob Solarworld eventuell mit Liquiditätsschwierigkeiten kämpfen könnte.

Möglichkeiten für Betroffene aus Prospekthaftung und Vermittlerhaftung
Betroffene sollten rechtzeitig anwaltlichen Rat einholen, um mögliche Schadensersatzansprüche prüfen zu lassen und weitere rechtliche Möglichkeiten auszuschöpfen. Grundlage der Schadensersatzansprüche könnte eine fehlerhafte Anlageberatung sein.

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