Life Trust Fonds: Gesellschafterversammlungen offenbarten nichts Gutes – Totalverlust wird für Anleger immer wahrscheinlicher

01.09.2011692 Mal gelesen
Berlin den 1. September 2011. Am 30. und 31. August fanden in Berlin die ordentlichen Gesellschafterversammlungen der Life Trust Fonds von Berlin Atlantic Capital (BAC) statt. Unsere Rechtsanwälte Marko Huth und Alexander Malchow haben auf den Versammlungen ihre Mandanten vertreten und kritisch nachgefragt. Ihre Neuigkeiten sind für die Anleger keine guten. Drohende Verluste bis zum Totalverlust werden immer wahrscheinlicher.

LTAP verfügt nicht mehr über die Policen
Der LTAP ist nicht mehr Eigentümer der dort gebündelten Policen, sodass BAC keinen Einfluss mehr auf die im Life Trust Asset Pool (LTAP) gesammelten Policen der Life Trust Fonds hat. Die Policen musste der LTAP an die Bank Wells Fargo übertragen, um die Zwangsverwertung der Policen durch Wells Fargo zu verhindern, nachdem Wells Fargo die Kreditlinie des LTAP nicht verlängert hatte. Die BAC hatte bis zum 31. August 2011 eine Rückkaufsoption für das Policenportfolio. Diese Option konnte jedoch nicht gezogen werden, da  der Preis für den Rückkauf durch die BAC nicht finanziert werden konnte. Nun, nach Ablauf des 31. August 2011, kann die BAC nur noch versuchen, die Policen auf dem freien Markt von Wells Fargo zurückzuerwerben. Die Geschäftsführung Ihres Fonds hat mitgeteilt, dass Wells Fargo in er Nacht zum 30. August 2011 hierfür ein konkretes Angebot unterbreitet wurde. Welche Finanzierungspartner dem LTAP zur Seite stehen und welche Konditionen für die Finanzierung des Policenrückerwerbs verhandelt wurden, unterliegt jedoch strenger Geheimhaltung und wurde den Gesellschaftern daher nicht offenbart. Es steht jedoch zu befürchten, dass sich potentielle Geldgeber ihre Finanzierungsbereitschaft teuer bezahlen lassen, so dass auch bei einem Rückerwerb der Policen unterm Strich für die Anleger kaum etwas übrig bleibt.

Verlustrisiko steigt mit jedem Tag
Auch wenn verständlicherweise viele Anleger die Hoffnung nicht aufgeben wollen, sollten sie daran auch daran denken: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“
Die Financial Times vom 30. August hat ihren Artikel zum US-Policenfonds von BAC mit „Sterben auf Raten“ überschrieben. Schon jetzt liegen lt. Aussage der Zeitung die aktuellen Buchwerte bei ca. nur 10 % der von den Anlegern investierten Gelder. Wie viel davon aufgeholt werden könne sei sehr ungewiss, wird die Geschäftsführung zitiert.

Schadensersatzansprüche der Anleger
Beratungsfehler

Das Unglück ist für die Anleger nicht vom Himmel gefallen. Wir wissen aus unseren Life Trust-Mandaten, dass eine Reihe von Fehlern gemacht wurden, die zu dem heutigen Desaster geführt haben. Das betrifft nicht zuletzt auch einige Banken und Finanzberater, die beim Vertrieb der Fonds schlecht oder gar falsch beraten haben. Dafür haften sie heute, d.h. geschädigte Anleger können ihnen gegenüber Schadensersatzansprüche geltend machen.

Prospektfehler

Abgesehen von Fehlern in der individuellen Beratung halten wir auch die Prospekte vieler Life Trust Fonds, insbesondere der Fonds Life Trust 6, Life Trust 7, Life Trust 11 und Life Trust 14, aus verschiedenen Gesichtspunkten heraus für fehlerhaft. Beispielsweise wurde in diesen Prospekten jeweils darauf verwiesen, dass und welche Erfolge mit verschiedenen Vorgängerfonds bereits erreicht werden konnten.

Wir gehen momentan davon aus, dass diese Erfolge nicht zuletzt mit Hilfe von sog. Fonds zu Fonds Transaktionen erzielt wurden, d.h., mit dem Verkauf von Versicherungspolicen von älteren Fonds (ggf. über Zwischengesellschaften) an neuere Fonds. Auf den Gesellschafterversammlungen haben wir mehrfach konkret nachgefragt, ob es solche Fonds zu Fonds Transaktionen gegeben hat, was bejaht wurde. Unseres Erachtens hätte dieser Umstand im jeweiligen Prospekt deutlich klargestellt werden müssen, denn für einen Anleger macht es einen Unterschied, ob bisherige Erfolge aus der Teilnahme am allgemeinen Wirtschaftsverkehr oder – und sei es auch nur teilweise – daraus resultieren, dass Policen zwischen den Fonds der Life Trust Gruppe selbst verkauft werden. Denn immerhin kommt das Kapital für den Policenerwerb wiederum von den Anlegern, so dass wir momentan prüfen, ob und in wieweit Einlagen von Neuanlegern ggf. zur Rendite von Altanlegern anderer Fonds beigetragen haben. Als Grund für die Fonds zu Fonds Transaktionen wurde uns benannt, dass es in den Jahren 2006/2007 schwierig gewesen sei, am Markt Policen zu erwerben, die in das Portfolio und die Kriterien eines Life Trust Fonds passen, weswegen der Ankauf von initiierenden Vorgängerfonds letztlich im Sinne des erwerbenden Fonds gelegen habe. Im Lichte dieser Aussage erscheinen uns die – unseres Erachtens sehr positiven – Aussagen in den Verkaufsprospekten zum Thema Lage des US-Zweitmarktes für Lebensversicherungen inzwischen fragwürdig.

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Ansprechpartner:
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Tel.: 030 226674-0
E-Mail: malchow@gansel-rechtsanwaelte.de

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