Woher bekommen Negele Zimmel Kremer Greuter die Adressdaten?

13.08.20081149 Mal gelesen

Dutzende Abgemahnte, die teure Post wegen einer Abmahnung von einer der bekannten Kanzleien (Negel Zimmel Kremer Greuter; Simon und Partner usw) bekommen haben, stellen in meiner telefonischen Erstberatung die Frage, woher die Abmahner die Adresse bekommen haben.

Klassische Antwort: Über ein vorgelagertes Ermittlungsverfahren, das ohne Mitteilung bereits eingestellt wurde. Viele Abgemahnte verweisen dann auf Zeitungsberichte nach denen die Staatsanwaltschaften in solchen Bagatellfällen (gerne wird von 300 bis 1000 Dateien gesprochen) überhaupt nicht mehr ermitteln.

Das ist in vielen Fällen richtig. Allerdings werden zum einen immer noch ältere Abfragen abgearbeitet. Zum anderen ist es den Staatsanwaltschaften nicht verboten, weiterhin Ermitllungen durchzuführen und den Rechteinhbabern daraufhin Akteneinsicht zu gewähren.

Derzeit haben die Rechteinhaber nur die Möglichkeit über die Staatsanwaltschaftten an die Hausadresse zu gelangen. Dies weird sich im September mit der Einführung des zivilrechtlichen Auskunftsanspruchs ändern.

Falls Sie abgemahnt wurden, nutzen Sie die Möglichkeit ein kostenloses Erstgespräch mit dem Verfasser zu den Kosten und Risiken einer anwaltlichen Vertretung zu führen.

Näheres unter www.dr-wachs.de