Geburtsschäden im Arzthaftungsrecht - was ist zu beachten durch die Eltern?

Geburtsschäden im Arzthaftungsrecht - was ist zu beachten durch die Eltern?
15.11.2014292 Mal gelesen
Geburtsschäden im Arzthaftungsrecht - was ist zu beachten durch die Eltern? Gegenwärtig sprechen Instanz- und Obergerichte schwerstgeschädigten Kindern Schmerzensgeldansprüche in Höhe von bis zu 750.000,00 € zu. Eltern sollten sich umfassend von einem Patientenrechtsanwalt beraten lassen.

Geburtsschäden

Häuifig schwerwiegend und tragisch für die Eltern sind ärztliche Pflichtverletzungen, die zu Geburtsschäden führen. Es geht dabei um Fehler des Arztes im Zusammenhang mit der pränatalen Diagnostik und Beratung, d.h. etwa wenn eine gebotene Fruchtwasseruntersuchung unterlassen, eine Fruchtwasserpunktion hinausgeschoben oder die Kindeseltern fehlerhaft über Möglichkeiten zur Früherkennung kindlicher Schädigungen beraten werden.

Weitreichende Folgen können ferner auch Fehler vor und während des Geburtsvorganges haben, z.B. die verzögerte Einleitung einer Schnittentbindung (Kaiserschnitt) trotz der Gefahr einer Sauerstoffunterversorgung oder eine fehlerhafte Reaktion beim Auftreten von Komplikationen wie etwa einer Schulterdystokie.

Weiter kommen an dieser Stelle Fehler beim Abbruch einer Schwangerschaft und Pflichtverletzungen bei der Empfängnisverhütung hinzu.

Geburtsschäden müssen in der anwaltlichen Praxis fachkundig beraten und bearbeitet werden. Dabei ist insbesondere zu berücksichtigen, dass es hier sowohl um Ansprüche der Eltern als auch des Kindes geht. Die Eltern haben Ansprüche wegen des Unterhaltsmehraufwandes für ein behindertes Kind. Es geht aber auch um Ansprüche des Kindes selbst (materieller und immaterieller Schadensatz).

Gegenwärtig sprechen Instanz- und Obergerichte schwerstgeschädigten Kindern Schmerzensgeldansprüche in Höhe von bis zu 750.000,00 € zu.

Eltern sollten sich umfassend von einem Patientenrechtsanwalt beraten lassen.