Kniegelenksarthrose ist fast eine Volkskrankheit. Kaum einer bleibt im Alter davon verschont Was kann man tun?

30.09.2014246 Mal gelesen
Kniegelenksarthrose ist fast eine Volkskrankheit. Kaum einer bleibt im Alter davon verschont Was kann man tun?

Kniegelenksarthrose ist fast wie eine Volkskrankheit. Kaum einer bleibt im Alter davon verschont

Arthrose im Knie, medizinisch als Gonarthrose bezeichnet, ist eine sehr häufig vorkommende orthopädische Erkrankung.

Das Knie des Menschen ist im Lauf des Lebens starken Belastungen ausgesetzt. Vor allem Übergewicht macht den Kniegelenken zu schaffen. Aber auch Fehlbelastungen, Sportunfälle und genetische Veranlagung können einer Arthrose Vorschub leisten. So können sich bereits mit Anfang 40 erste schmerzhafte altersbedingte Abnutzungserscheinungen im Knie bemerkbar machen.

Arthrose lässt sich nicht rückgängig machen. Wenn man aber bereits frühzeitig einen Arzt aufsucht, dann lässt sich der Verlauf mit einigen einfachen Maßnahmen verlangsamen.

Erstes Anzeichen einer Kniearthrose ist die typische Morgensteifheit der Knie-gelenke. Es kommt außerdem zu dem typischen Anlaufschmerz, das heißt nach Ruhephasen, kommt das Knie nur unter Schmerzen in die Gänge.

Nach ein paar Schritten lässt der Schmerz nach und die Gelenke werden wieder gängiger. Es kann beschwerlich sein, in die Hocke zu gehen oder Arbeiten, wie z.B. Gartenarbeit, auf den Knien zu verrichten.

In einem fortgeschrittenem Stadium macht sich das schmerzende Knie auch bemerkbar, wenn es nicht belastet wird. Häufig kommt es dann auch zu einer Gelenkschwellung. Später kann die Arthrose auch zu einer völligen Versteifung des Kniegelenks führen.

Optimal sucht man einen Orthopäden bereits dann auf, wenn man erste Anzeichen einer Kniearthrose vermutet. Ein Röntgenbild oder MRT-Bild können Klarheit schaffen über das Ausmaß der Schädigung.

Besonders wenn die Arthrose sich noch in einem Anfangsstadium befindet, wird man auf Medikamente zunächst verzichten und vor allem auf eine Bewegungs-therapie setzen.

Dabei kommt es bei der Bewegung nicht auf die Intensität an. Nicht sportliche Leistung ist gefragt, sondern sanfte, regelmäßige Bewegung. Sportarten mit Impulsbelastung wie Fußball, Tennis oder Squash sollte man vermeiden.

Am besten geeignet sind Wassergymnastik oder Schwimmen, Radfahren, Krafttraining und spezielle Gymnastik. Der Orthopädie wird möglicherweise Krankengymnastik verschreiben, sodass der Patient lernen kann, welche Übungen dem Knie gut tun. Durch die Bewegung wird die Gelenkflüssigkeit im Knie besser verteilt, der geschädigte Gelenkknorpel wird optimaler mit Nährstoffen versorgt, die Gelenke gekräftigt.

Eine Elektrotherapie hat sich nach neuen Studien der University of Minnesota¹ hingegen als langfristig nicht besonders wirkungsvoll erwiesen.

Zwar kann die Elektrostimulation die Schmerzen kurze Zeit lindern. Nach etwa sechs Wochen treten die Schmerzen jedoch wieder auf. Die Studie bestätigte zudem, dass moderate Bewegung ideal ist und intensive Bewegung keine zusätzliche Verbesserung der Beschwerden zeigte.


Bei Arthrose im Knie ist es außerdem wichtig, Übergewicht abzubauen, um die Gelenke damit zu entlasten.

Irgendwann stellt ist oft die Frage nach künstlichen Kniegelenken. Dazu sollte man sich gut beraten lassen. Besonders wichtig ist die Aufklärung und richtige Diagnose. 

Gerade bei der Diagnose kommt es häufiger zu Diagnosefehlern durch den Orthopäden. Dan ist der Anwalt für Patientenrecht gefragt.