Raucher und Raucherinnen sollte folgende Tipps aus ärztlicher und rechtlicher Sicht vor einer OP beachten

30.09.2014313 Mal gelesen
Raucher und Raucherinnen sollte folgende Tipps aus ärztlicher und rechtlicher Sicht vor einer OP beachten! Die Raucher und Raucherinnen sollten vor einer geplanten OP das Rauchen einschränken. Sie sollten eine Patientenverfügung bei einem Anwalt erstellen, weil das Risiko einer OP hoch ist!

Schränken Sie das Rauchen vor einer OP ein!

Eine Operation ist immer mit Risiken verbunden. Allein die Narkose birgt schon einige Risiken in sich.

Deshalb ist es wichtig, auf den Operateur zu hören, um einige Dinge zu beachten. Besonders das Rauchen vor einer OP kann gefährlich werden.

Bei einer Operation wird das Bewusstsein komplett ausgeschaltet. Da auch die Muskulatur nicht mehr empfänglich ist und der Kreislauf auf ein Minimum heruntergefahren wird, nimmt die Atmung ab. Der Antrieb ist nicht mehr gegeben. In diesem Fall werden Sie künstlich beatmet.

Gerade das Nikotin kann deshalb vor der OP schädlich sein. Die Magensäureproduktion wird durch das Rauchen angeregt. Es sieht dann für den Magen so aus, dass Sie nicht mehr nüchtern sind. Auch wenn Sie nichts getrunken oder gegessen haben, ist der Magen durch das Rauchen gefüllt.

Das Problem ist, dass es Ihnen nach der OP sehr schlecht gehen kann. Übelkeit, Erbrechen und Kreislaufbeschwerden sind keine Seltenheit.

Sicher hat der Anästhesist schon mit Ihnen gesprochen. Denn mindestens sechs Stunden sollten Sie vor der Operation nicht mehr rauchen, essen und trinken.

Sprechen Sie den Anästhesisten darauf an, falls Sie Medikamente nehmen. Nehmen Sie dann nur die Medikamente ein, die der Arzt erlaubt.

Essen Sie auch kein Obst oder Süßigkeiten. Jegliche Art von Getränken und natürlich auch Kaugummis sind tabu. Das ist ganz wichtig, damit keine Komplikationen zum Beispiel beim Atmen nach der Narkose vorkommen.

Legen Sie vor der OP den Schmuck komplett ab, auch Piercings. Die Zahnspange muss raus und auch die Kontaktlinsen.

Schminken Sie sich ab. Es schaut Sie während der Operation niemand so genau an. Die Operateure konzentrieren sich auf andere Dinge.

Entfernen Sie den Nagellack. Das ist wichtig, damit die Krankenschwestern und Ärzte direkt sehen können, ob sich der Nagel verfärbt, beispielsweise durch einen Sauerstoffmangel.

Falls Sie vor der OP trotzdem rauchen, essen oder trinken, kommt es häufig zu Übelkeit und Erbrechen. Wenn Sie dann von der Narkose langsam wieder wach werden, werden ebenso nach und nach Schutzreflexe geweckt, die vorher unterdrückt waren.

Falls Ihnen in dieser Phase übel wird und Sie erbrechen müssen, kann das Erbrochene so in die Lunge eintreten, weil noch nicht alle Schutzreflexe in Gang sind.

Wenn das passiert, nennen Experten dies Aspiration. Das kommt allerdings sehr selten vor, da bei terminlichen Operationen besonders darauf geachtet wird, dass der Patient nüchtern ist. Die Aspiration kann so zu einer Lungenentzündung führen oder sogar schwere Schäden an der Lunge anrichten.

Sie können noch so lange nichts gegessen oder getrunken haben, sobald Sie eine Zigarette rauchen, kann es zu einer erhöhten Ansammlung von Magensekret kommen. Das erhöht ebenfalls eine Aspirationsgefahr, sodass es Ihnen nach der OP durch das Rauchen sehr schlecht gehen kann.

Versuchen Sie mindestens sechs Stunden vor der OP nicht zu rauchen, zu essen oder zu trinken. Je nachdem, um welche OP es sich handelt, kann die Karenzzeit auch noch länger sein. Hören Sie deshalb auf Ihren Arzt, Ihrer Gesundheit zuliebe.

Für den rechtlichen Bereich sollten Sie eine Patientenverfügung machen. Hierin legen Sie Ihre Wünsche und Verfügungen fest, falls die OP nicht wie gewünscht verläuft. Setzen Sie einen Vertrauten sein. Fragen Sie einen Rechtsanwalt zur Patientenverfügung