Krebspatienten zwischen Hoffen und Beweisen

02.09.2013415 Mal gelesen
Krebspatienten vertrauen häufig auf Mittel aus der komplemementären Medizin, deren Wirkung umstritten ist. Schulmediziner haben dafür meist kein Verständnis. Es ist jedoch nicht damit getan, den Kranken einfach abzuraten. Wichtig ist der Antrag auf Feststellung des GdB!

Bei Krebspatienten steckt in Waldbeeren, in Granatapfel, Knoblauchpillen oder Zink viel Hoffnung. Krebspatienten nehmen häufig solche Lebensmittel und Nährstoffe zu sich, um nichts unversucht beim Kampf gegen zu lassen.

Komplementäre und Alternative Medizin - KAM - ist der Oberbegriff für Behandlungen, die nicht schulmedizinisch sind. Die Angebote dieser Sparte reichen von Bachblüten über Akupunktur bis hin zu Ausleitungen oder "Krebs-

Diäten. Befragungen von Patienten der Beratungshotline des Deutschen Krebsinformationsdienstes (KID) in Heidelberg zeigen, dass mehr als die Hälfte der Betroffenen neben der ärztlich verordneten Therapie nochauf Mittel zurückgreifen, die ihnen der Mediziner weder empfohlen noch verschrieben hat.

 An der Spitze standen dabei Vitamine - insbesondere Multivitamine oder ACE-Kombinationen oder auch eninzelne Vitamine. Als Mineralstoffe werden vor allem Selen oder Zink eingenommen. 

Es wurde gerade ein Projekt gestartet unter dem Namen KOKON. KOKON bietet gratis eine Beratung zur Komplementärmedizin bei Krebserkrankungen an unter www.kompetenznetz-kokon.de oder Telefon 0911-3983056

Interessantes zum Thema bietet auch das von der AOK empfohlene Buch "Wo ist der Beweis?" kostenlos online abrufbar unter http.//de.testingtreatments.org

Wichtig ist auch die Stellung des Antrag auf Anerkennung des Grad der Behinderung beim Integarationsamt. Hier besteht häufig noch eine große Scheu. Bei der Diagnose Krebs liegen die Voraussetzungen fast immer vor!

Lassen Sie sich hierzu anwaltlich beraten!