Minderwertige, schadhafte und gesundheitsgefährdende Brustimplantate

23.02.2012450 Mal gelesen
Nachdem das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Frauen mit PIP-Brustimplantaten empfohlen hat, sich untersuchen zu lassen, um ggf. die Implantate auszutauschen, herrscht nicht nur bzgl. der gesundheitlichen Risiken große Verunsicherung. Denn nun steht auch die Frage, wer übernimmt die Behandlungskosten und wer muss Schadenersatz und Schmerzensgeld zahlen.

Pflicht des Arztes – Recht des Patienten

Jeder Patient hat bei einem medizinischen Eingriff Anspruch auf eine Behandlung nach den anerkannten Regeln der ärztlichen Heilkunst. Bevor der Arzt mit seiner Behandlung beginnt, muss er zuvor seinen Patienten in einem persönlichen Gespräch verständlich, sachkundig und angemessen über den Eingriff aufklären. Dabei hat er – bezogen auf Implantationen - insbesondere Auskunft zu geben über

  • die Diagnose,
  • Nutzen und Risiken der Behandlung sowie der zur Anwendung kommenden Arzneimittel und Medizinprodukte,
  • die Behandlung und ihre Alternativen, soweit sie mit unterschiedlichen Risiken verbunden sind,
  • Nutzen und Risiken der Behandlung sowie
  • eine eventuell erforderliche Nachbehandlung.

Arztwissen und Aufklärung des Patienten über das Implantat

Das Implantat ist ein Fremdkörper, der vor allem Abwehrreaktionen des Körpers sowie Allergien hervorrufen kann. Nicht zuletzt deshalb ist es wichtig, dass der behandelnde Arzt zunächst über die Qualität des Implantats informiert ist und seinen Patienten darüber aufklärt. Grundsätzlich muss es sich um ein gewebefreundliches Material mit einer gewissen Lebensdauer handeln. Hier geht es letztlich um die mechanische, chemische und biologische Sicherheit der Implantate. Für Brustimplantate stellen einige Hersteller dafür eine Patienteninformation zur Verfügung.

Materialien, die bedenklich bzw. aufgrund ihrer Zusammensetzung entweder grundsätzlich oder individuell nicht geeignet sind, dürfen nicht implantiert werden.

Kurzum: Der Arzt muss nicht nur wissen was er tut, sondern auch womit er es tut!

Implantate aus minderwertigen Materialien

In jüngster Zeit haben sich vor allem Brustimplantate vom französischen Hersteller P.I.P. (Poly Implant Prothese) sowie die eines niederländischen Herstellers als gesundheitsgefährdend erwiesen. Diese Implantate hätten aufgrund ihrer enorme Risiken für die Patienten nicht verwendet werden dürfen.

Die französische Regierung rät allen Trägerinnen von PIP-Brustimplantaten diese entfernen zu lassen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) empfiehlt dies inzwischen auch, unabhängig davon, ob es zum Platzen oder Rissbildungen und damit zum Aussickern beim Implantat gekommen ist.

Im Übrigen müssen die Patientinnen einen Implantatpass erhalten, der alle relevanten Informationen über das Implantat enthält. Danach können sie selbst feststellen, ob ihnen ein Implantat der Firma PIP eingesetzt wurde.

OP-Kosten, Schadenersatz und Schmerzensgeld

Muss ein gesundheitsgefährdendes Implantat entfernt und ggf. durch ein neues ersetzt werden, entsteht die Frage, wer dafür die Behandlungskosten trägt. Darüber hinaus haben die betroffenen Frauen einen Schadensersatzanspruch aufgrund der Verletzung ihres Körpers und ihrer Gesundheit. Zudem besteht ein Anspruch auf Schmerzensgeld.

Abgesehen von der Kostenübernahme durch die gesetzliche bzw. die privaten Krankenkassen kommen für die Zahlung von Schadenersatz und Schmerzensgeld mehrere Anspruchsgegner in Frage. Das betrifft nicht zuletzt auch die Allianz-Versicherung als Haftpflichtversicherung  des insolventen Brustimplantat-Herstellers PIP, die im Ausland bereits rechtskräftig verurteilt wurde.

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