Vorwurf des Millionenbetrugs bei der Anlagefirma BCI

01.12.2011399 Mal gelesen
CLLB Rechtsanwälte vertreten geschädigte Anleger

München, 30.11.2011: Die Anlagefirma Business Capital Investors Corporation (BCI) soll nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Düsseldorf 4.000 Anleger um rund 100 Millionen Euro betrogen haben. Die Süddeutsche Zeitung berichtet weiter, dass am vergangenen Montag 116 Ermittler des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamts und 7 Staatsanwälte im Einsatz waren, um im Betrugsfall zu ermitteln. Es sollen 13 Wohnungen und Büroräume in Nordrhein-Westfalen, Niedersachen, Sachsen und Hessen sowie Räumlichkeiten in der Schweiz, Litauen, Spanien und Kanada durchsucht worden sein. Ferner sollen drei Beschuldigte festgenommen worden sein.

Den Anlegern der BCI wurden von Finanzberatern Renditen von 15,5 % p.a. versprochen. Wie genau die Renditen erwirtschaftet werden sollten, wurde den Anlegern offenbar nicht mitgeteilt. Ferner sollen die Anlagevermittler mit hohen Provisionen motiviert worden sein, die Anlagen an der BCI zu vermitteln. Tatsächlich hat es wohl niemals eine renditeträchtige Geschäftstätigkeit der BCI gegeben. So ermittelte es jedenfalls die Staatsanwaltschaft Düsseldorf. Derzeit wird davon ausgegangen, dass es sich bei dem Anlagemodell der BCI um ein Schneeballsystem handelte, also vermeintliche Renditen lediglich aus neu angelegtem Geld bezahlt wurden. Die Stiftung Warentest hatte bereits im Jahr 2005 vor BCI gewarnt und das Unternehmen auf seiner Warnliste geführt.

Geschädigte Anleger sollten sich nunmehr an einen auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Anwalt wenden, um prüfen zu lassen, ob ihnen Schadensersatzansprüche gegen ihren Anlageberater zustehen und ob es Möglichkeiten gibt, auf von der Staatsanwaltschaft etwaig gesicherte Vermögenswerte zugreifen zu können.

CLLB Rechtsanwälte
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