Das Haus oder die Eigentumswohnung in der Trennungsphase und bei der Scheidung

02.11.2013328 Mal gelesen
Das Eigenheim oder die Eigentumswohnung in der Trennungsphase und bei der Scheidung muss häufig verkauft werden. Die aktuelle Niedrigzinsphase und der Komplex „fehlerhafte Widerrufsbelehrungen bei Darlehensverträgen“ könne in der Trennung/Scheidung neue Möglichkeiten schafft.

Das Eigenheim oder die Eigentumswohnung in der Trennungsphase und bei der Scheidung muss häufig verkauft werden. Die aktuelle Niedrigzinsphase und der Komplex „fehlerhafte Widerrufsbelehrungen bei Darlehensverträgen“ könne in der Trennung/Scheidung neue Möglichkeiten schafft.

Statistisch ist die Bindung an den zum Erwerb der Immobilie unterschrieben Darlehensvertrag länger, als im Mittel die zu erwartende Beziehungzeit von rund 15 Jahren.

Trennen sich Paare, muss auch der Immobilienkredit geregelt sein. Aktuell zeigt die Erfahrung, dass Banken, Sparkassen und Volksbanken Ehepartner oder auch Partner ohne Trauschein ungern aus Darlehensverträgen entlassen. Es müssen adäquate Sicherheit gestellt wird. Dies führt dazu, dass Paare, die eigentlich schon seit längerem keine mehr sind, über eine Immobilie immer noch und vor allem in finanzieller Hinsicht verbunden sind.

Ein Zustand, der in der Vergangenheit oftmals rechtlich nicht in den Griff zu be-kommen war. kann eine Beratung beim Fachanwalt für Bank- und Kapitalan-lagerecht sein. Es lässt sich ein häufig ein Lösungskonzept entwickeln, dass vielen Ehepaaren helfen kann.

Ab 2002 stehen viele Darlehensverträge unter dem Damoklesschwert einer nicht rechtlich ausreichenden Widerrufsbelehrung für Verbraucher. Ist dies der Fall, so kann ein getrenntes Paar sich nicht nur von dem Darlehensvertrag mit der Prä-misse lösen, die aktuell günstigen Zinsen für sich zu nutzen, sondern es besteht dann auch die Möglichkeit, dass der neu abzuschließende Darlehensvertrag nur noch von einem der Getrennten unterschrieben wird.

So kann der andere Partner aus der finanziellen Verpflichtungen im Zusammen-hang mit der Immobilie, nicht nur im Innenverhältnis, so wie es viele Scheidungsfolgenvereinbarung vorsehen, entlassen werden, sondern auch aus dem meist wesentlich mehr Beeinträchtigungen bergenden Verhältnis zur darlehensgebenden Bank, Sparkasse oder Volksbank. .

Es lohnt sich deshalb aktuell sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalanlagerecht beraten zu lassen.