Der Nießbrauch

Niessbrauch-Niessbrauchsrechte
21.11.2017188 Mal gelesen
Rechtlich und steuerlich optimierte Vermögensübertragung

Beim Übertrag von Immobilien und Firmen ist der Nießbrauch ein Instrument, das sinnvolle Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Anlässe für eine Nießbrauchsgestaltung sind: 

  • Verschenkung von Immobilien
    Der Schenker kann die Immobilie jedoch weiter bewohnen oder vermieten.
  • Unternehmensnachfolge
    Der abgebende Unternehmer überträgt unentgeltlich seine Anteile. Seine Versorgung im Ruhestand wird durch einen Nießbrauchsvorbehalt gesichert. 
  • Verschenkung von Wertpapiere
    Eine vorweggenommene Erbfolge ist zur Vermeidung von Schenkungsteuer interessant, da auf diesem Weg Freibeträge unter Umständen mehrfach ausgeschöpft werden können. 

Fragen zum Nießbrauch tauchen vor allem im Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht sowie Erbrecht und Schenkungsrecht auf, so zum Beispiel bei:

  1. Der vertraglichen Gestaltung von Nießbrauchsrechten an Grundeigentum, Unternehmen und sonstigen Vermögenswerten und der Prüfung von Alternativen zum Nießbrauch bei Vermögensübertragungen. 
  2. Steuerlicher Prüfung und Optimierung der Nießbrauchsausgestaltung
  3. Erbrechtlicher Gestaltung von Nießbrauchsrechten, insbesondere bei Nießbrauchsgestaltung in Testamenten. 

Steuern sparen mit dem Nießbrauch 

Übersteigt der Wert einer Immobilie, eines Unternehmens, eines Aktiendepots oder einer Gesellschaft den Betrag der Schenkung- und Erbschaftsteuer Freibeträge, so wird der Nießbrauch interessant. Der Wert des Grundstücks, der für die Versteuerung angesetzt wird, wird nicht nur um den Schenkungsteuerfreibetrag subtrahiert, sondern zusätzlich um den zu erwartenden Wohnwert, also den Nießbrauchswert, den z.B. die Eltern noch aus dem Grundstück ziehen. 

Familienpool - eine Alternative zum Nießbrauch

Bei der Unternehmensnachfolge, ebenso auch bei der Übertragung sehr großer Vermögen in anderer Form, ist der Nießbrauch einer von vielen Gestaltungsmöglichkeiten, deren Vor- und Nachteile sorgfältig abzuwägen sind. Statt Immobilien, Gesellschaftsanteile oder sonstige Vermögenswerte gegen Nießbrauchsvorbehalt direkt an die nächste Generation oder sonstige Nachfolger zu übertragen, können die Assets auch in einen sogenannten Familienpool eingebracht werden. Dies kann eine Personen- oder Kapitalgesellschaft sein, deren Anteile dann sukzessive übertragen werden können. Das hat vor allem den Vorteil, dass neben den schenkungsrechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten auch noch die des Gesellschaftsrechts bestehen. Außerdem lassen sich die Schenkungsteuerfreibeträge genauer ausnutzen. Auch die Kombination Nießbrauch und Familienpool ist möglich und häufig anzutreffen. 

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.rosepartner.de/niessbrauch-niessbrauchsrecht.html