Vom Zinstief in eine überteuerte und mängelbelastete Immobilie getrieben?

28.07.2015237 Mal gelesen
Berlin, den 28. Juli 2015. Die günstigen Hypothekenzinsen verführen geradezu zum Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung. Aufgrund der niedrigen Zinsen wollen viele Menschen ihren Traum vom Eigenheim endlich verwirklichen. Dadurch verknappt sich das Angebot und die Immobilienpreise steigen.

Die sittenwidrig überteuerte Immobilie

In extremen Fällen hat der Käufer eine Immobilie erworben, die „sittenwidrig überteuert“ ist, also ein völlig überzogener Preis für die Immobilie  genommen wurde. Doch wann ist das der Fall, wie kann man das ermitteln?
Der Bundesgerichtshof (BGH) spricht von einer sittenwidrigen Überteuerung, wenn die 14­fache Jahresnettomiete unter der Hälfte des Kaufpreises lag. Das ist ein grober Anhaltspunkt, um ein auffälliges Missverhältnis zwischen dem Kaufpreis und dem tatsächlichen Wert der Immobilie festzustellen. Da es sich beim Wert einer Immobilie nicht um eine Tatsache, sondern um das Ergebnis einer abwägenden Beurteilung zahlreicher Einzeltatsachen handelt, kommt es bei der Feststellung der Sittenwidrigkeit letztlich auf den Einzelfall an. Stellt sich dann heraus, dass der Kaufpreis sittenwidrig überteuert war, ist der Kaufvertrag unwirksam und kann rückabgewickelt werden.
Siehe dazu auch unseren Beitrag „100%-Finanzierung und sittenwidrige Überteuerung: Gericht verurteilt Bank“ (18.10.2012).

Arglistiges Verschweigen von Mängeln

Vor allem dann, wenn eine Altimmobilie  erworben wurde und nach dem Bezug des Eigenheimes gravierende Mängel zu tage treten, stellt sich die Frage der Haftung.
Hat der Verkäufer die Mängel arglistig verschwiegen? Bei Arglist haftet der Verkäufer, wenn er falsche Angaben gemacht hat oder offenbarungspflichtige Mängel kannte bzw. zumindest für möglich hielt und verschwieg oder gar das Fehlen des Mangels aktiv vorgespiegelt hat. Kann das nachgewiesen werden, hat der getäuschte Käufer Anspruch auf die Rückgängigmachung des Kaufvertrages, den Ersatz seiner Aufwendungen (z.B. Gutachter- und Anwaltskosten) und Schadensersatz. Er kann aber auch Nachbesserung oder Minderung des Kaufpreises verlangen.

 Ansprüche trotz Gewährleistungsausschluss?

Verkäufer einer gebrauchten Immobilie schließen meist alle Ansprüche und Rechte des Käufers wegen eines Sachmangels im Kaufvertrag mit Klausel wie  - „gekauft wie gesehen“ - aus. Damit ist aber der Käufer nicht recht- und machtlos. Er kann trotzdem Mängelrechte geltend machen, wenn
• der Verkäufer eine bestimmte Beschaffenheit garantiert hat,
• dem Käufer der Mangel arglistig verschwiegen wurde oder
• der Mangel zwischen der notariellen Beurkundung des Kaufvertrags und dem Besitzübergang eintritt.

Typische Sachmängel beim Immobilienkauf

• Feuchtigkeitsschäden,
• mangelhafte Außenabdichtung (z.B. äußere Kellerabdichtung),
• Hausschwamm
• asbesthaltige Fassadenverkleidung
• Befall mit einem sog. Hausbock,
• Mängel der Heizungsanlage
• Mängel bei der Elektroinstallation,
• Undichtigkeit des Daches oder
• Unzureichender Schallschutz
• fehlende Erschließung.

Beenden Sie den Ärger!

Finden Sie sich mit Ihrem Schaden nicht ab! Mussten Sie für Ihr Eigenheim viel zu viel Geld bezahlen oder ärgern sich über verschwiegene und nicht erkannte Mängel, werden Sie sich ein Leben lang ärgern. Sie haben Anspruch darauf, für Ihr Geld ein entsprechendes Äquivalent zu bekommen und nicht hinterlistig übervorteilt zu werden.  Das sind Sie sich und Ihrer Familie schuldig.

Unser Angebot: Kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Ansprüche!

Wir bieten Ihnen kurzfristig eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer möglichen Ansprüche nach dem Kauf einer überteuerten und mängelbelasteten Immobilie.
Fordern Sie dafür unseren Fragebogen an.
Bevor Sie also für einen Anwalt Geld ausgeben, erfahren Sie von uns kostenlos, ob die Beauftragung eines Anwaltes für Sie überhaupt Sinn macht und was es kostet.
Gern können Sie auch gleich mit unserem zuständigen Anwalt telefonieren. 

Referenzen

Unsere Kanzlei hat einschlägige Erfahrungen und Erfolge bei der Rückabwicklung von sog. Schrottimmobilien. Informieren Sie sich dazu auf unserer homepage. 

Ihr Ansprechpartner:
Dr. Timo Gansel
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Tel.: 030 226674-0
E-Mail: [email protected]