Immobiliendarlehensvertrag ohne Vorfälligkeitsentschädigung beenden

15.08.2013451 Mal gelesen
Berlin, den 15. August 2013. Es gibt viele Gründe, die einen Darlehensnehmer zur vorzeitigen Beendigung des Immobiliendarlehensvertrages bewegen können. Doch für viele ist die hohe Hürde „Vorfälligkeitsentschädigung“ ein unüberwindliches Hindernis oder zumindest ein großes Ärgernis. Auch wenn die Gründe noch so berechtigt sind, selten reduzieren die Kreditinstitute freiwillig ihre Forderung oder verzichten gar darauf. Doch inzwischen gibt es für die meisten Darlehensnehmer eine Möglichkeit, ihren Vertrag ohne die Zahlung einer hohen Vorfälligkeitsentschädigung zu beenden.

Der Verkauf der Immobilie
Der Wunsch nach vorzeitiger Beendigung des Immobiliendarlehensvertrages wird fast immer beim Verkauf der Immobilie wegen Ehescheidung bzw. Trennung, Tod eines Partners, Krankheit, Arbeitslosigkeit, Verschlechterung der Einkommensverhältnisse, Überschuldung oder einfach nur bei einem unvermeidlichen Umzug akut. In diesen Fällen ist es besonders schmerzlich, wenn die kreditgebende Bank oder Sparkasse kein Entgegenkommen zeigt.

Die kostensparende Umschuldung
Angesichts der derzeit niedrigen Zinsen ärgern sich viele Darlehensnehmer über ihre „alten“ Verträge mit einer deutlich höheren Zinsbelastung. Eine Umschuldung zu besseren Konditionen würde zu einer erheblichen Ersparnis führen. Wem ist dieser Wunsch zu verdenken? Doch auch hier blocken die Kreditinstitute.

„Vertrag ist Vertrag“
… so lautet meist der Einwand der Kreditinstitute, wenn der Darlehnsnehmer an sie mit dem Wunsch herantritt, sein Darlehen ohne Vorfälligkeitsentschädigung ablösen oder umschulden zu wollen. Um unseren Mandanten zu helfen, nehmen wir die Kreditinstitute gern beim Wort. Denn viele Banken und Sparkassen haben bei der Gestaltung ihrer Darlehensverträge Fehler gemacht, die es uns heute ermöglichen, Immobiliendarlehensverträge ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung zu beenden.

Widerrufsbelehrung
Kreditinstitute müssen ihren Immobiliendarlehnsnehmern, wenn es sich nicht um eine gewerbliche Finanzierung handelt, im Darlehensvertrag eine Widerrufsbelehrung erteilen. Diese findet sich auch regelmäßig in den Verträgen, doch zumeist nicht ordnungsgemäß. Das hat zur Folge, dass der Widerruf des Darlehensvertrages jederzeit, also auch heute noch, möglich ist und die laufende Finanzierung auf diesem Wege beendet wird. Das Kreditinstitut hat dann keinen Anspruch mehr auf eine Vorfälligkeitsentschädigung. Manche sprechen hier von einem Widerrufsjoker. 

Im Falle einer falschen Belehrung des Kreditinstitutes gibt es seit dem 2.11.2002 auch keine zeitliche Einschränkung für das Widerrufsrecht. Es unterliegt auch keiner Verjährung.

Unser Angebot: Kostenfreie Ersteinschätzung Ihrer Widerrufsmöglichkeit
Unsere Kanzlei ist auf die Prüfung von Immobiliendarlehen und die Erklärung des Widerrufs spezialisiert. Wir prüfen Ihren Darlehensvertrag auf Fehler der Bank und sagen Ihnen, ob auch Ihr Vertrag widerrufbar ist. In den meisten Fällen können wir unseren Mandanten bereits außergerichtlich helfen. Unsere Kosten betragen stets nur ein Bruchteil Ihrer Ersparnis.
Für Rechtsschutzversicherte übernehmen wir die Deckungsanfrage.

Leseempfehlung
Lesen Sie dazu ausführlich „Gansel Rechtsanwälte bei „Plusminus“ (ARD) zu Bankenforderungen bei vorzeitiger Beendigung von Immobiliendarlehen" (16.1.2013) sowie weitere Beiträge und Erfolgsmeldungen zu diesem Thema.

Ihr Ansprechpartner:
Marko Martschewski
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
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