Kurze Klagefrist für Geschädigte von VIP Medienfonds III & IV

20.02.20061918 Mal gelesen

Kurze Prospekthaftungsfrist von nur 6 Monaten nach Bekanntwerden von Prospektfehlern

Die Frist laufe im März aus, weil die Staatsanwaltschaft München im September 2005 ihre Ermittlungen gegen die VIP-Gruppe aufgenommen habe. VIP-Chef Andreas Schmid sitzt seither in Untersuchungshaft. Nach jetzigem Stand seien bei beiden Fonds nur 20 Prozent des gesamten Anlegerkapitals von 627 Millionen Euro in Filmproduktionen geflossen, so die Staatsanwaltschaft. 80 Prozent des eingezahlten Geldes seien über zwischengeschaltete Firmen auf Konten geparkt worden. Offenbar habe das Geld dazu gedient, Garantieversprechungen an die Anleger abzusichern, so ein Bericht aus der Wirtschaftspresse. Eine garantierte Rückzahlung des Kapitals an die Anleger sei davon nicht umfasst. Die Garantie gilt nur gegenüber dem Fonds, der davon am Ende der Laufzeit diverse Verbindlichkeiten tilgen müsste. Zudem müßten Anleger, die Verlustzuweisungen erhalten haben, mit Steuernachforderungen rechnen. Betroffene Investoren sollten sich mit einem Rechtsanwalt beraten.