Einstandspflicht der Rechtsschutzversicherung bei angedrohter Kündigung des Arbeitsverhältnisses

21.11.20081875 Mal gelesen
Der BGH hat entschieden, dass die Einstandspflicht einer Rechtsschutzversicherung bereits bei einer angedrohten Kündigung bestehen kann. Maßgeblich sei, dass der Arbeitnehmer eine angedrohte Kündigung aus gutem Grund als rechtswidrig ansehe. Es sei hingegen nicht erforderlich, dass die Kündigung bereits ausgesprochen worden ist.
 
Mit diesem Urteil stärkt der BGH die Rechtsposition rechtsschutzversicherter Arbeitnehmer. Rechtsschutz kann demnach bereits im Vorfeld einer Kündigung bestehen. Dies erleichtert dem rechtsschutzversicherten Arbeitnehmer die Beauftragung eines Rechtsanwaltes und Inanspruchnahme einer Rechtsberatung bereits vor Ausspruch einer drohenden arbeitgeberseitigen Kündigung.