BAG Rechtsprechung zur Verdachtskündigung

10.04.2014325 Mal gelesen
Erstattung von Detektivkosten bei Verdachtskündigung

Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) hat der Arbeitnehmer dem Arbeitnehmer die durch die Tätigkeit eines Detektivs entstandenen notwendigen Kosten zu erstatten, wenn der Arbeitgeber auf Grund eines konkreten Tatverdachts einem Detektiv die Überwachung des Arbeitnehmers überträgt und der Arbeitnehmer einer vorsätzlichen Vertragsverpflichtung überführt wird (BAG, NZA-RR 2011, 231).

 

Diese Rechtsprechung hat der BAG jüngst weiter fortgeführt. Nunmehr kann der Arbeitgeber vom Arbeitnehmer auch dann die Erstattung seiner Detektivkosten verlangen, wenn die ermittelten Tatsachen den Arbeitnehmer nicht überführen, jedoch zu so einem schwerwiegenden Verdacht führen, dass eine deswegen ausgesprochenen Verdachtskündigung als begründet angesehen werden muss (BAG, Urt. v. 26.09.2013 – 8 AZR 1026/12).

 

Eine sogenannte Verdachtskündigung kann dann gerechtfertigt sein, wenn objektive Tatsachen vorliegen, die die Annahme rechtfertigen, der Arbeitnehmer habe eine strafbare Handlung oder schwerwiegende Vertragsverletzung zulasten seines Arbeitgebers begangen.