Sparkasse Krefeld kündigt 12.500 S Prämiensparverträge flexibel

30.01.202061 Mal gelesen
Die Kündigungswelle bei den Sparkassen nimmt keine Ende. Auch in 2020 entledigen sich die Sparkassen der für Kunden lukrativen Verträge. Nicht immer zu Recht!

Täglich kommen neue Sparkassen in ganz Deutschland dazu. Das anhaltende niedrige Zinsniveau führt zu massenhaft Kündigungen bei Sparverträgen. Was ist zu tun?

Seit Wochen berichtet die Presse über Sparkassen in ganz Deutschland die massenhaft alte Prämiensparverträge kündigen. Auslöser ist das seit fast 10 Jahren anhaltende niedrige Zinsniveau in Deutschland. 

Die Prämiensparverträge belohnen das lange über Jahre anhaltende Sparverhalten von Kunden. Plötzlich soll Schluss damit sein, weil es den Sparkassen zu teuer wird.

"Die Kündigungen sind nicht nur teilweise rechtswidrig, sondern moralisch auch nicht zu vertreten. In Jahren mit hohen Zinsen hat man den Kunden ein Prämienversprechen gegeben. Heute bei anhaltend niedrigen Zinsen sind die Verträge für die Sparkassen unwirtschaftlich und müssen weg. Sparkassen und Banken gestalten sich ihr Recht, wie sie es brauchen und die Interessen der Kunden gehen dabei verloren." so Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank und Kapitalmarktrecht Michael Leipold, der seit Jahren auf Seiten der Kunden gegen Finanzinstitute in ganz Deutschland kämpft.

 

Die Sparkassen berufen sich bei den Kündigungen auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs aus Mai 2019, bei dem der Senat eine Kündigung von Sparverträgen als Rechtens angesehen hat. Dabei handelte es sich aber um einen Einzelfall.

 

In diesem Zusammenhang beziehen sich die Sparkassen auf § 26 AGB. Ob dieser aber eingreift ist fraglich. Bei den Fällen die der Kanzlei bisher vorliegen, haben die Sparkassen jeweils im JAhresbericht 2019 Millionen Gewinne ausgewiesen. Ob dabei ein sachlicher Kündigungsgrund greift, gilt als fraglich.

Im Übrigen hat im November 2019 das OLG Dresden in einem anderen Fall die Kündigungen für rechtswidrig gehalten und der Sparkasse die Kündigungen untersagt. Dabei ging es um die gleichen Verträge, wie jetzt beispielsweise bei der Sparkasse Krefeld.

In den meisten anderen Fällen sind die Kündigungen rechtswidrig. Hinzu kommt, dass in den Verträgen oft die Zinsen falsch berechnet worden sind und die Kunden auch daraus oft mehrere tausend Euro Nachfordern können. Im Durchschnitt geht es für die Anleger um Beträge von ca. 35.000,00 bis über 100.000,00 Euro.

 

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael Leipold hat zur Unterstützung betroffener Sparkassenkunden daher eine Informationsseite unter www.praemiensparvertrag.de eingerichtet. Auf diesem Portal können sich betroffene Sparkassenkunden informieren, was zu tun ist. Darüber hinaus bietet Rechtsanwalt Leipold die außergerichtliche Bearbeitung zum Festpreis an.

 

Betroffenen Kunden muss empfohlen werden, die Kündigungen nicht einfach hinzunehmen und rechtlich prüfen zu lassen.

 

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael Leipold hat seinen Kanzleisitz in Hamburg und Bayerisch Gmain und betreut seit 2003 erfolgreich Kunden gegen Banken und Sparkassen in ganz Deutschland.