Sparkasse Westholstein kündigt 3.200 Kunden Prämiensparverträge

Haspa
11.01.202030 Mal gelesen
Die ersten Kunden der Sparkasse Westholstein suchen Hilfe bei der Rechtsanwaltskanzlei Leipold und lassen ihre Kündigung prüfen.

Verbraucherschützer schlagen Alarm. Bereits 2019 wurden 200.000 Kunden die Prämiensparverträge durch Sparkassen in ganz Deutschland gekündigt. Seit 10.01.2020 sind es 3.200 geschädigte Kunden mehr.

In den 90 er Jahren wurden diese Verträge massenhaft an Kunden verkauft. Im Finanzstatus der Sparkassen war immer eine Fälligkeit von 99 Jahren vermerkt.

Nun werden den Sparkassen diese Verträge zu teuer und man versucht sie los zu werden. Dabei bemüht man zumeist § 26 der AGB. Tatsächlich gibt es aber bei den meisten Sparkassen keinen sachlichen Grund für eine Kündigung. Die meisten Sparkassen haben in den letzten Jahren hohe Gewinne erwirtschaftet. Bereits aus diesem Grund dürften die Kündigungen rechtswidrig sein.

Die Prämiensparverträge belohnen das lange über Jahre anhaltende Sparverhalten. Plötzlich soll Schluss damit sein.

"Die Kündigungen sind nicht nur teilweise rechtswidrig, sondern moralisch auch nicht zu vertreten. In Jahren mit hohen Zinsen hat man den Kunden ein unabhängiges Prämienversprechen gegeben. Heute bei anhaltend niedrigen Zinsen sind die Verträge für die Sparkassen unwirtschaftlich und müssen weg. Sparkassen und Banken gestalten sich ihr Recht, wie sie es brauchen und die Interessen der Kunden gehen dabei verloren." so Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank und Kapitalmarktrecht Michael Leipold, der seit Jahren auf Seiten der Kunden gegen Finanzinstitute in ganz Deutschland streitet.

Die Sparkassen berufen sich bei den Kündigungen auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs aus Mai 2019, bei dem der Senat eine Kündigung eines Sparvertrags gebilligt hat. Dieser Fall, ist allerdings ein Einzelfall.

 

Darüber hinaus hat im November 2019 das OLG Dresden in einem anderen Fall die Kündigungen für rechtswidrig gehalten und der Sparkasse die Kündigungen untersagt. Dabei ging es um die gleichen Verträge, wie jetzt beispielsweise bei der Sparkasse Westholstein.

 

In den meisten anderen Fällen sind die Kündigungen rechtswidrig. Hinzu kommt, dass in den Verträgen oft die Zinsen falsch berechnet worden sind und die Kunden auch daraus oft mehrere tausend Euro Nachfordern können. Im Durchschnitt geht es für die Anleger um Beträge von ca. 35.000,00 bis über 100.000,00 Euro.

 

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael Leipold hat zur Unterstützung betroffener Sparkassenkunden daher eine Informationsseite unter https://www.praemiensparvertrag.de/ eingerichtet. Auf diesem Portal können sich betroffene Sparkassenkunden informieren, was zu tun ist. Darüber hinaus bietet Rechtsanwalt Leipold die außergerichtliche Bearbeitung zum Festpreis an.

 

Betroffenen Kunden muss empfohlen werden, die Kündigungen nicht einfach hinzunehmen und rechtlich prüfen zu lassen.

 

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael Leipold hat seinen Kanzleisitz in Hamburg und Bayerisch Gmain und betreut seit 2003 erfolgreich Kunden gegen Banken und Sparkassen in ganz Deutschland.