Schrottimmobilien: Deutsche Kreditbank AG (DKB) haftet für Falschberatung des Vermittlers

23.07.2012843 Mal gelesen
Berlin, den 23. Juli 2012: Die Deutsche Kreditbank AG (DKB) vergab Kredite für sog. Schrottimmobilien. Nach einem Urteil des Kammergerichts Berlin 31.05.2012 (Az.: 12 U 218/10 - nicht rechtskräftig) haftet die DKB gegenüber der geschädigten Kreditnehmerin/Wohnungseigentümerin, weil sie in ihrem Formular für das Darlehensangebot, das jeder Kunde unterschreiben muss, folgenden Passus aufgenommen hatte: „Ich bestätige ausdrücklich, dass ein persönliches Gespräch mit dem Vermittler (...) in Berlin stattgefunden hat, in dem mir diese Finanzierung durch den Vermittler (...) erläutert wurde.“ Damit, so das Gericht, vertritt der Vermittler die Bank bei der Anbahnung des Darlehens. Deshalb hafte sie auch unabhängig davon, ob sie Kenntnis von einer Falschberatung oder einem Betrug hat. Die Folge: Die DKB hat keinen Anspruch mehr auf Zahlung der Kreditraten durch die geschädigte Kreditnehmerin und sie muss sie außerdem entschädigen.

Schlechte Wohnungen zu überhöhten Preisen
So lange Wohnungen verkauft werden, so lange wird damit nicht nur seriös Geld verdient und Wohnungseigentümer zu glücklichen Menschen gemacht. Weil bei Schrottimmobilien die Gewinnmargen höher als bei Qualitätswohnungen sein können, lockt das Geschäft jeden, der keine Skrupel hat, sein Geld mit dem Unglück anderer Menschen zu verdienen.
Und so werden Familien von skrupellosen Vermittlern mit einem „Superangebot“ zur Altervorsorge überrumpelt: dem Kauf einer Eigentumswohnung, die sich quasi (fast) von  selbst durch eine hohe Steuerersparnis und ihren Wertzuwachs finanziere.  Tatsächlich bekommen sie dann aber oft sanierungsbedürftige Eigentumswohnungen zu weit überhöhten Preisen „angedreht“. Und das nicht selten, indem ihre finanzielle Belastung für den Wohnungskauf „kleingerechnet“ wird. Das führt über kurz oder lang dazu, dass die Käufer finanziell überfordert werden und schlimmstenfalls in der Privatinsolvenz landen. 

Banken und Notare verdienen mit
Am Schrottimmobiliengeschäft verdienen aber nicht nur die Vermittler, sondern auch die Banken, die diese Geschäfte finanzieren, und die Notare, die diese Geschäfte beurkunden. Natürlich will keiner von ihnen wissen, welche „Schweinereien“ im Vorfeld passiert sind. Sie wollen „nur ihre Arbeit machen“.
Im vorliegenden Fall wurde der Bank der „Absicherungspassus“ für den Fall des Widerrufs des Kreditvertrages zum Verhängnis. Denn das Gericht sah darin eine Vertretung der Bank bei der Anbahnung des Darlehens durch die Vermittler. Damit hafte die Bank auch unabhängig davon, was sie von den Betrügereien im konkreten Fall wusste.

Ersteinschätzung kostenlos!
Wir bieten Geschädigten eine kostenlose Ersteinschätzung ihres Falles. Sobald Sie Anzeichen für eine Falschberatung oder gar eine Täuschung erkennen, zögern Sie nicht, Ihr Problem prüfen zu lassen, da eine schnelle Reaktion den Erfolg erleichtert.
Fordern Sie dafür unseren Kurzfragebogen an.
Unsere Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht können Sie aufgrund ihrer Erfahrungen schnell über Ihre Ansprüche, Erfolgsaussichten und Kosten informieren. So erfahren Sie, ob die Beauftragung eines Anwaltes für Sie Sinn macht.

Referenz
Die Fachzeitschrift „Wirtschaftswoche“ hat uns als „Top-Anlegerschutzkanzlei“ ausgewiesen.
Unsere Anwälte vertreten seit Jahren bundesweit Schrottimmobilienopfer sowohl außergerichtlich als auch vor den Gerichten mit Erfolg.

Leseempfehlung


Ansprechpartner:
René Richardt
Rechtsanwalt
Tel.: 030 226674-0
E-Mail: [email protected]

Wir senden Ihnen den Fragebogen kostenlos und unverbindlich!

Schicken Sie uns den Fragebogen per E-Mail, Fax oder Post ausgefüllt zurück, dann prüfen wir Ihre Ansprüche und unterrichten Sie über die Erfolgsaussichten und die Kosten eines Rechtsstreites.