Immobilienfonds „Einkaufszentrum Ohrdruf GdbR“: Wir nehmen für Sie teil!

05.05.2010984 Mal gelesen
Berlin, den 05.05.2010. Am 18.05.2010 findet in Kassel die Gesellschafterversammlung des Cumulus „Einkaufszentrum Ohrdruf GdbR“ statt. Die Kanzlei Gansel Rechtsanwälte vertritt Sie auf Wunsch auf dieser Versammlung.
 
Einladung zur Gesellschafterversammlung
Mit Schreiben vom 15.04.2010 wurden alle Gesellschafter des Immobilienfonds "Einkaufszentrum Ohrdruf GdbR" von der Geschäftsführerin des Fonds, der "TreMa GmbH", zur Gesellschafterversammlung eingeladen. Die Gesellschafter sollen über die aktuelle Situation und die Perspektiven des Fonds informiert werden.
 
Die Situation des Fonds
Der Geschäftsbericht 2008 des Fonds beginnt mit Ausführungen zur Finanzkrise. Dieser Einstieg lässt nichts Gutes verheißen. Und in der Tat ist die Lage des Fonds nicht rosig. Das Geschäftsjahr 2008 schließt mit einer Unterdeckung in Höhe von 33.574,43 €. Die laufenden Einnahmen reichen zwar gerade einmal aus, um die laufenden Ausgaben zu decken. An Ausschüttungen für die Gesellschafter ist daher nicht zu denken. Seit dem Jahr 2006 werden Sondertilgungen geleistet. Aktuell belaufen sich die Darlehensverbindlichkeiten der Fondsgesellschaft bei der LBBW auf ca. 2,9 Mio €.
Angesichts der schlechteren Lage anderer Cumulus Fonds ist vielleicht manch ein Gesellschafter noch froh über diese Situation, aber wer hätte Anteile an dem Fonds gezeichnet, wenn er diese Entwicklung geahnt hätte?
 
Erklärungsbedarf
Die Fondsgeschäftsführung macht es sich zu leicht, wenn sie die Finanzkrise zum "Hauptverantwortlichen" für die schlechte Situation des Fonds macht.
  • Der Mieter des Fonds, METRO, hatte keineswegs unter dieser Krise so schrecklich zu leiden. In Focus online money lautete am 30.10.2008 die Schlagzeile: "Deutschlands größter Handelskonzern, METRO, legt glänzende Zahlen vor und erfreut die Aktionäre."
  • Wenn im Geschäftsbericht über die Erhöhung der Arbeitslosenzahlen und die Absenkung der Kaufkraft gemutmaßt wird, wohl um schon für die Zukunft schlechte Erträge zu rechtfertigen, dann ist auch das nicht überzeugend. Gerade erst gab die Bundesagentur für Arbeit bekannt, dass die Arbeitslosenzahlen deutlich gesunken sind. Und die Kaufkraftentwicklung hat sich kaum verschlechtert.
  • Die nach wie vor vorhandene Abwanderungstendenz junger Menschen in den neuen Bundesländern dürfte eigentlich nur den überraschen, der demografische Prognosen ignoriert. Abwanderung ist weder eine neue Erscheinung noch war ernsthaft mit einer Umkehr  zu rechnen.
Kurzum: Die Anleger haben am 18.05.2010 erheblichen Erklärungsbedarf.
 
Mietminderungsrisiko des Fonds
Der einzige Mieter des Objekts ist die METRO. Der Mietvertrag läuft im Jahr 2013 ab. Danach wird der Vertrag mit der METRO oder mit anderen Interessenten neu verhandelt. Erfahrungsgemäß führt dies eher zu weniger statt zu höheren Mieteinnahmen. Es besteht daher das Risiko, dass die Fondsgesellschaft dann nicht mehr ausreichende Mittel für die vertragsgemäße Bedienung der Darlehensverbindlichkeiten erzielen könnte.
 
Haftungsrisiko des Anlegers
Mit ihrem Beitritt zu dem Immobilienfonds "Einkaufszentrum Ohrdruf GdbR" haben sich die Anleger an einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts beteiligt. Als Gesellschafter einer BGB-Gesellschaft haften sie grundsätzlich persönlich und unbeschränkt für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft. Diese Haftung kann grundsätzlich nur durch eine individualvertragliche Vereinbarung mit dem Gläubiger (z.B. der Bank) eingeschränkt oder ausgeschlossen werden. Alle Anleger stehen als Gesellschafter unter dem Risiko, von der Fondsgesellschaft bzw. von Gläubigern des Fonds, insbesondere der innenfinanzierenden Bank (LBBW), aufgrund ihrer quotalen Haftung in Anspruch genommen zu werden.
 
Unsere Erfahrung
Unsere Kanzlei betreut eine Vielzahl von Cumulus-Fällen. Aus unserer Erfahrung können wir Ihnen sagen, dass in anderen Cumulus-Fonds mit einer schlechteren Entwicklung die Darlehensverbindlichkeiten nicht mehr bedient wurden, mit der Folge, dass die Banken die Darlehensverträge kündigten, und die Gesellschafter auf Zahlung der Darlehensverbindlichkeiten aus ihrer quotalen Haftung in Anspruch genommen wurden.
Grund für diese schlechte Entwicklung in den anderen Fonds waren hauptsächlich die rückgängigen Mieteinnahmen, welche  teilweise durch leere Objekte und teilweise durch starke Mietreduzierungen nach Auslauf der ursprünglichen Mietverträge verursacht wurden.
Im Fall der "Immobilienfonds Einkaufszentrum Ohrdruf GdbR" bleibt abzuwarten, wie die Mietentwicklung in Zukunft aussehen wird. Davon hängt entscheidend ab, ob die Fondsgesellschaft in der Lage sein wird, den Innenfinanzierungskredit immer rechtzeitig zu bedienen. Eine ähnliche Entwicklung wie bei anderen Cumulus-Fonds ist hier durchaus denkbar, ob sie tatsächlich eintritt, können wir nicht beurteilen.
 
Unser Angebot: Teilnahme an der Gesellschafterversammlung
Der einzelne Gesellschafter, sprich Anleger, dürfte Schwierigkeiten haben, seine Interessen zu vertreten. Wir bieten Ihnen deshalb im Verbund mit weiteren Cumulus-Anlegern eine kompetente Teilnahme an der Gesellschafterversammlung am 18.05.2010 in Kassel an. Wir werden in dieser Versammlung Ihr Stimmrecht in Ihrem Interesse wahrnehmen. Anschließend erhalten Sie von uns einen umfassenden Bericht über den Verlauf der Versammlung.
Für die Vertretung bei der Versammlung, die Ausübung Ihres Stimmrechtes und die Erstellung und Übersendung des Berichtes berechnen wir eine Aufwandsentschädigung von 50,00 Euro.
Sollten Sie Interesse an einer Vertretung in der Gesellschafterversammlung und unserem Bericht haben, bitten wir um Rücksendung des unterzeichneten Vollmachtsformulars (siehe unten "download). Eine Rücksendung des Vollmachtsformulars per Fax an die 030/22667499 oder als Anhang via E-Mail an [email protected] mit dem Vermerk "Gesellschafterversammlung Cumulus EKZ Ohrdruf" ist ausreichend.
Für Mandanten, die uns bereits beauftragt haben, ist die Teilnahme kostenlos.
 
Referenz
Wir sind eine der von der "Wirtschaftswoche" im Jahre 2009 ausgewiesenen "Top-Anlegerschutzkanzleien". Unsere Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht vertreten bundesweit geschädigte Kapitalanleger.

Ansprechpartner:

Jana Meister
Tel.: 030 226674-0
E-Mail: [email protected]