Die Verhaftung des Helmut Kiener und ihre Folgen: Schadensersatzansprüche für geschädigte Anleger der K1 Fonds?

06.11.20091228 Mal gelesen
Wie in den letzten Tagen ausführlich in den Medien berichtet wurde, ist der Hedge Fonds Manager Helmut Kiener wegen des Vorwurfs des Anlagebetruges vorläufig festgenommen worden. Der mutmaßliche Schaden der HedgeFonds Produkte geht in die Millionen, Anleger reagieren bestürzt. Genaues ist zwar noch nicht bekannt, allerdings wirft die Staatsanwaltschaft Würzburg dem Manager vor, Anlagegelder i.H.v. € 280 Millionen Euro veruntreut haben.
 
So verwirrend und erschreckend diese Neuigkeiten für die Betroffenen auf den ersten Blick klingen mögen, so ist doch gleichzeitig auch festzustellen, dass die Anleger nicht völlig chancenlos dastehen. Neben der Geltendmachung von Schadensersatz gegenüber Herrn Kiener persönlich besteht für Anleger nämlich als weitere Möglichkeit, den ihnen entstandenen Schaden zu begrenzen, indem sie ihre Anlageberater haftbar machen. "Dies gilt insbesondere dann, wenn die Anlageberater nicht über die der jeweiligen Beteiligung immanenten Risiken aufgeklärt haben", so Rechtsanwalt István Cocron von der auf Kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei CLLB Rechtsanwälte mit Sitz in München, Berlin und Zürich. "Darüber hinaus kann auch die neue kick-back Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes von großem Vorteil sein. Denn für die Vermittlung der Kiener-Produkte wurden, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, an die Anlageberater erhebliche Provisionen gezahlt, worauf die Anlageberater oftmals nicht hingewiesen haben. Dies allein kann bereits die Zahlung von Schadensersatz begründen."
 
Rechtsanwalt Cocron empfiehlt daher allen Betroffenen, mögliche Ansprüche anwaltlich prüfen zu lassen.