Kosten Cinerenta Filmfonds die Anleger Millionen Steuernachzahlungen?

09.10.20091185 Mal gelesen

Das Finanzamt München hat wieder neue Opfer unter den Anlegern gefunden. Dieses mal wurde dem Filmfonds Cine Pictures die Gewinnerzielungsabsicht aberkannt und führt damit zu Millionen Nachzahlungen bei den betroffenen Anlegern. Das Finanzamt München geht davon aus, dass die Anleger niemals Geld mit den Filmen verdienen wollten. Eine Gewinnerzielungsabsicht fehlt somit und die ursprüngliche Verlustzuweisung ist somit inklusive Zinsen an den deutschen Fiskus zurück zu zahlen. Bei einer ursprünglichen Anlagesumme von DM 100.000,00 (€ 50.000,00) entsteht so ca. eine Nachzahlung von € 37.000,00.

Für die Anleger ein echter Tiefschlag, noch dazu wo die Filmfonds der Cinerenta bis dato so gut wie nichts an Ausschüttungen geleistet haben. Ein Vorgehen gegen die Finanzbehörden kann nur durch die Fondsgesellschaft selbst vorgenommen werden, während den Anlegern nur die Zahlung nach Aufforderung durch die Finanzkasse bleibt. Ein Endurteil des BFH in dieser Angelegenheit wird sicherlich Jahre dauern.

Betroffene Anleger haben nur eine Chance, sich ihr schwer verdientes Geld wieder zu holen. Sollte sich bei der Beratung zum Kauf des Fonds herausstellen, dass der Anlageberater nicht über alle Risiken aufgeklärt hat, kann der Anleger vom Anlageberater die Rückabwicklung inkl. entgangenen Gewinn seit Mittelabfluss und die Freistellung von weiteren Schäden verlangen.

Ansatzpunkte können hier die mangelnde Aufklärung bzgl. eines Totalverlustrisikos oder die Darstellung der Steuervorteile als sicher sein. Auch das Thema Provisionen kann hier hilfreich sein. Erst jüngst hat die Rechtsanwaltskanzlei Leipold & Coll. mit Sitz in München und Frankfurt vom LG Hamburg im Wege eines Hinweisbeschlusses die Bestätigung erhalten, dass das so genannte "Kick-Back" Urteil nicht nur für Banken gilt, sondern auch für alle anderen Anlageberater.

Betroffenen Anlegern wird daher angeraten ihre Unterlagen von einem spezialisierten Rechtsanwalt überprüfen zu lassen, bevor die Ansprüche gegenüber den Anlageberatern verjährt sind. Das abwarten auf ein Verfahren zwischen der Fondsgesellschaft und den Finanzbehörden vor den Finanzgerichten dauert jedenfalls zu lange und die Anleger könnten am Ende auf ihrem Schaden sitzen bleiben.

 

Für Fragen zum Thema wenden Sie sich bitte an die
Rechtsanwälte Leipold & Coll. in München oder Frankfurt a.M.
Rechtsanwalt Michael A. Leipold
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