Medienfonds: Wie wir Ihren Schaden abwenden können!

06.10.20092306 Mal gelesen
Berlin, den 06.10.2009: Die Kanzlei Gansel Rechtsanwälte vertritt immer mehr Medienfondsanleger, die ihre Steuerbelastung reduzieren wollten und nun von den Finanzämtern aufgefordert werden, ihre Steuerersparnisse zurückzuzahlen.
Wir beschreiten für unsere Mandanten individuell mehrere Wege, um ihnen die Verluste aus ihrer Medienfondsbeteiligung zu ersparen bzw. um ihren Schaden so weit wie möglich zu begrenzen. Angesichts der Vielzahl der geschädigten Medienfondsanleger prüfen wir im Interesse unserer Mandanten eine Bündelung der Verfahren. Dabei sehen wir auf Grund der aktuellen  Rechtsprechung gute Chancen auf außergerichtliche Lösungen.  
Das Ende der Medienfonds als Steuersparfonds
Am 24.11.2005 beschloss das Bundeskabinett rückwirkend für den 11.11.2005 eine Beendigung der Verlustverrechnungsmöglichkeiten bei „Steuersparfonds“. Davon betroffen sind insbesondere Medienfonds als auch Umwelt- und Schiffsfonds. Anleger, die nach dem 11.11.2005 eine Beteiligung an einem Steuersparfonds gezeichnet haben, konnten nicht mehr von den Steuervorteilen profitieren. Das war das Ende der Medienfonds, deren Hauptzweck die Steuerersparnis war. Davon betroffen sind z.B. die VIP Medienfonds, Equity Pictures AG, Apollo, Cinerenta, Vif Filmfonds u.a., die von den Anbietern LHI, der Hannover Leasing, der KGAL u.a. aufgelegt wurden.
 
Forderung der Finanzämter: Rückzahlung der Steuerersparnis
Bis zum Jahre 2005 lagen den Medienfonds überwiegend Lizenzverträge für das Filmwerk zugrunde. Darin waren feste Laufzeiten und schließlich eine Verwertungsabrede geregelt. Banken sicherten die Lizenzzahlungen indem sie die Schuld der Lizenznehmer als selbstständige Verpflichtung übernahmen. Die Einkommensteuerreferenten von Bund und Ländern beschlossen im Jahre 2007, diese Fonds steuerlich neu zu beurteilen. Dadurch, dass nunmehr die Schuldübernahmen der Banken rechtlich anders bewertet und die Forderung gegen die Bank in der Bilanz der Fondsgesellschaft aktiviert werden musste, neutralisierten sich die steuerlichen Verlustzuweisungen der Investitionszeit. Diese „kleine“ Änderung führt zu erheblichen Verlusten für die betroffenen Anleger. Denn die Finanzämter können die Anleger jetzt auffordern, ihre Steuerersparnis zurückzuzahlen. So wird aus der Steuersparanlage eine „Nullnummer“ oder gar ein echtes Verlustgeschäft, wenn der jeweilige Film auch noch floppte.
 
Schadenersatzansprüche bei fehlerhafter Anlageberatung
Abgesehen von der Auseinandersetzung mit dem Finanzamt bestehen für Medienfondsanleger gute Chancen, Schadenersatz einzufordern und ggf. ihre Beteiligung rückabzuwickeln.
Medienfonds sind eine spekulative Anlage bei der ein Totalverlust der Einlage möglich ist. Nach unserer Erfahrung wurden viele Anleger von Medienfonds im Beratungsgespräch zwar ausführlich über die großen Steuersparmöglichkeiten aufgeklärt, nicht aber über deren spezielle Risiken.
 
Rückabwicklung der Beteiligung beim Verschweigen von Provisionen
Oft haben die Vermittler und Berater auch ihre Pflicht zur Offenlegung der Provisionen verletzt, die an den Vermittler/Berater bzw. die Bank geflossen sind. Wurde der Anleger nicht über diese sog. Kick Back Zahlungen aufgeklärt, dann bestehen aufgrund der aktuellen anlegerfreundlichen Rechtsprechung gute Chancen, Schadensersatzansprüche erfolgreich geltend zu machen und eine vollständige Rückabwicklung der Beteiligung anzustreben. Der Bundesgerichtshof hat in einem Beschluss vom 20.01.2009 (Az.: XI ZR 510/07) festgestellt, dass es einen Pflichtenverstoß darstellt, wenn Anleger nicht auf versteckte Provisionszahlungen hingewiesen werden. In diesem Fall erhält der Anleger sein eingezahltes Geld und seinen entgangenen Gewinn erstattet und wird - wenn er seine Medienfondsbeteiligung mit einem Bankkredit z.B. bei der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG oder der Commerzbank AG finanziert hat - von weiteren Darlehensverbindlichkeiten freigestellt.
 
Widerrufsbelehrung der Bank nicht immer korrekt
Bei bestimmten kreditfinanzierten Medienfonds können Anleger, die Verträge widerrufen wenn die Widerrufsbelehrung den gesetzlichen Anforderungen nicht entspricht. Im Ergebnis kann sich der Anleger so von der ganzen Beteiligung trennen und seine Darlehensverbindlichkeiten nicht mehr nachkommen. Sein Eigenkapital erhält der Anleger zurück.
 
Unser Angebot
Wir vertreten Sie bei Steuernachzahlungsforderungen Ihres Finanzamtes und prüfen die Möglichkeit, für Sie Schadenersatz einzufordern bzw. Ihre gesamte Fondsbeteiligung verlustfrei rückabzuwickeln.
Wir prüfen für 50 Euro Ihre Medienfondsbeteiligung hinsichtlich aller Ansprüche und deren  Erfolgsaussichten und sagen Ihnen, welche Kosten bei der Durchsetzung Ihrer Rechte auf Sie zukommen. Für rechtsschutzversicherte Anleger übernehmen wir die Deckungsanfrage.
 
Referenz
Wir sind eine der von der „Wirtschaftswoche“ im Jahre 2009 ausgewiesenen „Top-Anlegerschutzkanzleien“. Unsere Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht vertreten bundesweit geschädigte Kapitalanleger. 
 
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