ACI Dubai Fonds: Haftung von Schumi & Co?

25.06.20091029 Mal gelesen
In den Jahren 2007 und 2008 plante die Fondsgesellschaft Alternative Capital Invest GmbH & Co.KG (ACI) mehrere Immobilienprojekte in Dubai. Hierzu gehörten auch Wohn- und Bürogebäude, die als mehrstöckige Bürotürme errichtet wurden. Medienwirksam erhielten die Türme die Namen prominenter Namensgeber. Michael Schuhmacher, Niki Lauda und Boris Becker gaben ihren guten Namen und erhielten hierfür hohe Vergütungen.
 
Nun wurde bekannt, dass die wirtschaftliche Lage der Fondgesellschaft anscheinend als problematisch zu bezeichnen ist, mehrere tausend deutsche Anleger warten, bislang erfolglos, auf die versprochene Rendite von bis zu 60 Millionen Euro.
 
„Für Anleger bestehen nun grundsätzlich mehrere Möglichkeiten“, so Rechtsanwalt István Cocron von der auf Kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei CLLB Rechtsanwälte mit Sitz in München, Berlin und Zürich. „In Betracht kommen hier neben Ansprüchen gegen die Fondsgesellschaft auch solche gegen die prominenten Namenspaten. Denn diese müssen grundsätzlich nach einem Urteil des Landgerichts Mosbach (Aktenzeichen: 10135/06) für Schäden einstehen, wenn sie Projekte, für die sie werben, nicht hinreichend geprüft haben.“
 
Auch Rechtsanwalt Dr. Walter Späth von der Kanzlei Rohde & Späth mit Sitz in Berlin bestätigt dies: „Es kann nicht sein, dass ein prominenter Namenspate einerseits von den Vorzügen profitiert und hohe Vergütungen erhält, andererseits aber dann, wenn es zu Problemen kommt, mit der Materie nichts zu tun haben will und sich für nicht verantwortlich erklärt.“