HASPA – riskante Swapgeschäfte bis in das Jahr 2010 verkauft?

08.04.2017194 Mal gelesen
Die Hamburger Sparaksse (HASPA) hat nach Erkenntnissen der Rechtsanwaltskanzlei Leipold mindestens bis in das Jahr 2010 hochriskante Swapgeschäfte an Kunden zur angeblichen Zinssicherung verkauft. Die Kunden haben dadurch oft hohe sechstellige Schäden erlitten.

Die Hamburger Sparaksse (HASPA) hat nach Erkenntnissen der Rechtsanwaltskanzlei Leipold mindestens bis in das Jahr 2010 hochriskante Swapgeschäfte an Kunden zur angeblichen Zinssicherung verkauft. Die Kunden haben dadurch oft hohe sechstellige Schäden erlitten.

Besonders auffallend bei der HASPA sind die überdimensionalen Laufzeiten von bis zu 29 Jahren. Dadurch wurde die Vorschrift des BGB für Verbraucherdarlehen nach 10 Jahren Zinsbindung über ein Sonderkündigungsrecht aus den Verträgen zu kommen ausgehebelt.

Nach dem die HASPA im klassischen zwei Personenverhältnis ihre Swaps verkauft hat, musste sie bei allen nicht konnexen Geschäften über den anfänglichen negativen Marktwert aufklären. Nach den bisherigen Erfahrungen aus verschiedenen Fällen mit der HASPA ist dies aber nicht erfolgt.

„Bei der HASPA gibt es zwei Schwerpunkte bei der rechtlichen Aufarbeitung der Swapgeschäfte. Das eine ist die fehlende Aufklärung der Kunden über den anfänglichen negativen Marktwert und das andere ist die Laufzeit über 10 Jahre. Beides ist rechtlich ein Problem für die Sparkasse.“ So Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold aus Hamburg.

Der Bundesgerichtshof hat bereits in zahlreichen Fällen entscheiden, dass bei fehlender Aufklärung über einen anfänglichen negativen Marktwert die Bank haftet und die Geschäfte entsprechend rückabzuwickeln sind. Dabei bekommen die Kunden alle bisherigen Zahlungen von der Sparkasse ersetzt und künftige Zahlungen fallen weg bzw wird der aktuelle negative Marktwert ausgebucht.

Betroffenen Kunden kann daher nur empfohlen werden vor Eintritt der Verjährung ihre Unterlagen überprüfen zu lassen.

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold ist seit 2007 auf die erfolgreiche Durchsetzung von Swapansprüchen spezialisiert.