Unruhige Marktentwicklung: Mögliche hohe Verluste für die Anleger der Conrendit AG

Unruhige Marktentwicklung: Mögliche hohe Verluste für die Anleger der Conrendit AG
23.08.2016233 Mal gelesen
Anleger des Conrendit 6 könnten rund 77 Prozent Verlust ihrer Einlage drohen.

Die jüngsten Ereignisse zeigen auf, dass die Zeichen derzeit schlecht stehen im Bereich des Containerleasings. Am 1. Juni 2016 erst eröffnete das Amtsgericht Hamburg das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Magellan Maritime Services GmbH (Az.: 67c IN 237/16). Mittlerweile soll die unruhige wirtschaftliche Lage auch die Fonds der Conrendit AG erreicht haben. Im Frühjahr 2015 wurde der Beschluss auf der Gesellschafterversammlung gefasst, die vollständige Liquidation des Unternehmens einzuleiten. Bislang scheint die Conrendit AG nicht allzu erfolgreich mit seinen Plänen zu sein.

Zudem haben sich die Anmietung und das Leasing von Containern stark reduziert. Die Leasing- und Mietraten sind deutlich geringer, als sie es noch vor einigen Jahren waren, sodass sich immer mehr Mieter für den wirtschaftlich deutlich günstigeren Weg entscheiden und fabrikneue Container anmieten. Durch die fehlenden Mieteinnahmen und die weiterhin bestehenden Depot- und Lagerkosten für das Unternehmen, verringern sich die liquiden Mittel. Sämtliche Container des Fondsportfolios Conrendit 6 sollen nun veräußert werden.

Anleger: 77 Prozent Verlust der Einlage?

2002 wurde die, aus Hamburg stammende, Conrendit-Gruppe gegründet. Die Conrendit-Gruppe besteht aus der Muttergesellschaft Conrendit Holding AG, der Conrendit Emissionshaus GmbH, der Conrendit Management GmbH, sowie der Conrendit Fondsverwaltung GmbH. Emittent der Fonds ist die Conrendit Emissionshaus GmbH und vertrieben werden diese durch die Conrendit Management GmbH. Insgesamt 400 Mio. Euro investierten rund 7.000 Anleger in insgesamt 29 Fonds (Containerfonds, Immobilien- und Infrastrukturfonds). Allerdings hat sich die Anmietung und das Leasing von den Containern des Fondsportfolios in den letzten Jahren stark reduziert. Die Leasing- und Mietraten sind deutlich geringer, als sie es noch vor einigen Jahren waren, sodass sich immer mehr Mieter für den wirtschaftlich deutlich günstigeren Weg entscheiden und fabrikneue Container anmieten. Durch die fehlenden Mieteinnahmen und die weiterhin bestehenden Depot- und Lagerkosten für das Unternehmen, verringern sich die liquiden Mittel. Sämtliche Container des Fondsportfolios sollen nun veräußert werden. Bereits seit 2008 werden keine Auszahlungen mehr an die Investoren mehr geleistet. Bislang erhielten die Anleger nur rund 16 Prozent ihrer Einlage. Laut Fonds Professionell können die Anleger etwa 77 Prozent ihres Investments verlieren.

Möglichkeiten für betroffene Anleger

Betroffene Anleger sollten zusätzlich anwaltlichen Rat hinzuziehen, um mögliche Schadensersatzansprüche geltend zu machen. In Betracht kommen insbesondere die Vermittlerhaftung, sofern das Anlageprodukt als sehr sicher und risikofrei eingestuft wurde.

  

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