Lloyd Fonds Holland II: Anleger müssen nun über die Zukunft entscheiden

Lloyd Fonds Holland II: Anleger müssen nun über die Zukunft entscheiden
23.08.2016197 Mal gelesen
Im schlimmsten Fall könnte dem Fonds die Insolvenz drohen – Hohe Verluste bis hin zum Totalverlust

Die Anleger des 42 Mio. Euro schweren Lloyd Fonds Holland II wurden nun in einem Schreiben vom 28. Juni 2016 dazu aufgefordert über den Verkauf der Fondsimmobilien zu entscheiden, so „fonds professionell“. Die geplanten Auszahlungen kann der Fonds nicht tilgen und von den prognostizierten 42 Prozent Ausschüttungen, wurden bislang gerade einmal 15 Prozent geleistet. Sofern der Verkauf durch die Anleger abgelehnt wird, droht der Fondsgesellschaft die Insolvenz. Am 2. August endete die Abstimmung, bislang ist allerdings noch kein Ergebnis bekannt.

Im Jahr 2009 legte die Lloyd Fonds AG den geschlossenen Immobilienfonds Lloyd Fonds Holland II auf. Zu den Fondsobjekten zählen vier Bürogebäude im niederländischen Almere, Amersfoort, Den Bosch und Breda. Mit einer Mindesteinlage von 10.000 Euro beteiligten sich zahlreiche Anleger am Fonds. Neben den Investitionsgeldern der Anleger kamen vor allem rund 55 % Fremdkapital in Form von Bankendarlehen hinzu. Etwa die Hälfte des Fremdkapitals, ca. 11 Mio. Euro, wurde in Schweizer Franken (CHF) aufgenommen. Anfang des letzten Jahres entschloss sich die Schweizer Nationalbank den Mindestwechselkurs von 1,20 CHF/EUR aufzuheben, sodass der Euro enorm an Wert verlor. So hat sich auch das valutierende Darlehen stark verteuert für den Lloyd Fonds Holland II. Der Euro-Wert des Darlehens hat sich um 5 Mio. Euro erhöht.

Handlungsmöglichkeiten für Anleger

Immobilien und Immobilienfonds werden häufig in Beratungsgesprächen als sichere Kapitalanlage verkauft. Oftmals werden Anleger über etwaige Risiken nicht ordnungsgemäß oder umfassend aufgeklärt. Aufgrund fehlerhafter Anlageberatung können Anleger Schadensersatzansprüche geltend machen. Anleger sollten anwaltlichen Rat hinzuziehen um denkbare rechtliche Möglichkeiten auszuschöpfen. Nach der Rechtsprechung des BGH können mangelnde Aufklärung oder Belehrung Grundlage für Schadensersatzansprüche sein.

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