Hanseatisches Fußball Kontor GmbH: Amtsgericht eröffnet reguläres Insolvenzverfahren

Hanseatisches Fußball Kontor GmbH: Amtsgericht eröffnet reguläres Insolvenzverfahren
23.08.2016260 Mal gelesen
Es hat sich ausgespielt bei der Hanseatisches Fußball Kontor GmbH – das gewinnversprechende Geschäftsmodell, konnte letztendlich nur noch die rote Karten seiner Gläubiger einheimsen.

Rund zwei Monate nach dem Insolvenzantrag, eröffnete das Amtsgericht Schwerin am 9. August 2016 das Regelinsolvenzverfahren über das Vermögen der Hanseatisches Fußball Kontor GmbH (Az.: 580 IN 325/16). Im Juni wurde das vorläufige Insolvenzverfahren auf Antragstellung durch vier Gläubiger eingeleitet. Anleger könnten nun mit hohen Verlusten rechnen.

Das Geschäftsmodell klang gewinnbringend, sofern man die Transfersummen einiger Profi-Fußballer betrachtet. Dabei sollten junge, talentierte Spieler wie Aktien an der Börse gehandelt werden. Das Kapitalanlageprodukt war neben den Transferrechten an Spielern, auch die Beteiligung an Vereinen. Anleger konnten sich an geschlossenen Fonds, Nachrangdarlehen, Genussrechten und einer Anleihe beteiligen. 2.500 Anleger investierten rund 24 Mio. Euro. Die Idee ging letztlich jedoch nicht auf, die hoch erhofften Transfersummen blieben vermutlich aus, infolge der Liquiditätsschwierigkeiten genauso auch die Auszahlungen an Anleger. Die Horrorvorstellung der Anleger hat sich nun realisiert. Die Hanseatisches Fußball Kontor GmbH ist insolvent.

Möglichkeiten für betroffene Anleger
Anleger könnten mit hohen Verlusten bis hin zum Totalverlust rechnen. Derzeit ist noch unklar, ob ein reguläres Insolvenzverfahren eröffnet wird. Besonders hart könnte es in diesem Fall die Gläubiger der Genussrechte und Nachrangdarlehen treffen, da diese zuletzt in die Insolvenztabelle aufgenommen werden und häufig mit dem Totalverlust rechnen müssen. Dennoch sollten Betroffene frühzeitig reagieren und anwaltlichen Rat hinzuziehen um mögliche Schadensersatzansprüche prüfen zu lassen und weitere rechtliche Möglichkeiten auszuschöpfen. Es ist von hoher Wichtigkeit inwieweit die Anleger bei der Beratung über die Risiken des Geschäftsmodells aufgeklärt wurden.

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