BWF-Stiftung: Zahlreiche Anleger erhalten Investitionsgelder zurück

BWF-Stiftung: Zahlreiche Anleger erhalten Investitionsgelder zurück
15.08.2016317 Mal gelesen
Einige Gerichte haben in Verfahren gegen die Vermittler und Anlageberater der BWF-Stiftung Anlegern Schadensersatz zugesprochen.

Eine Vielzahl an Anlegern soll nun laut FAZ ihr investiertes Geld zurückerhalten haben. In Gerichtsverfahren wurde den Anlegern ihr Recht zugesprochen, sodass Vertreter, Anlageberater, aber auch Vermittler für die entstandenen Schäden aufkommen mussten. Die Gerichte begründeten dies mit der lückenhaften Aufklärung über das fragliche Geschäftsmodell.

Das Unternehmensmodell erschien verlockend: Die BWF-Stiftung verkaufte Gold an Anleger, bewahrte es in einer Berliner Villa auf und versprach den Anleger es zu einem späteren Zeitpunkt für einen höheren Preis, völlig unabhängig vom wechselnden Goldpreis, wieder abzukaufen. Das scheinbar attraktive System soll allerdings mehr als trügerisch gewesen sein. Beamte entdeckten noch im Jahr 2015 die aufbewahrten Barren im Keller der Villa. Die Stiftung soll zu einem Großteil Goldbarren-Attrappen verkauft haben. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ordnete die Abwicklung des unerlaubt betriebenen Einlagengeschäfts und die Rückzahlung der Gelder an die Anleger an. Der Anordnung konnte der Trägerverein der BWF-Stiftung, der Bund deutscher Treuhandstiftungen (BDT), nicht nachkommen und meldete kurzerhand die Insolvenz an. Seit dem 9. Juni 2016 läuft der Prozess gegen sechs Verantwortliche der BWF-Stiftung. Mehr als 6.000 Anleger sollen getäuscht worden sein und damit stehen auch 50 Mio. Euro Investitionsgelder auf dem Spiel. Den mutmaßlichen Drahtziehern der Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung wird gewerbs- und bandenmäßiger Betrug vorgeworfen. Der Prozess gegen die sechs Verantwortlichen der BWF-Stiftung soll etwa 52 Verhandlungstage andauern.

Möglichkeiten für Betroffene
Die Wahrscheinlichkeit einer hohen Insolvenzquote der BDT ist gering. Anleger könnten mit hohen Verlusten bis hin zum Totalverlust rechnen.  Betroffene sollten rechtzeitig anwaltlichen Rat hinzuziehen, um mögliche Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Diese können sich im Zuge der fehlerhaften Beratung aus der Vermittlerhaftung ergeben. Sofern sich die Vorwürfe des Betruges bewahrheiten, könnten Betroffene auch einen Schadensersatzanspruch infolge der unerlaubten Handlung geltend machen.

Sie haben Fragen? Wir sind für Sie da.
Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben oder rechtliche Hilfe benötigen, rufen Sie uns einfach an oder nutzen Sie unseren kostenlosen Rückrufservice.

Die Anwaltskanzlei für Anlegerschutz, Bankrecht und Kapitalanlagerecht
Die IVA Rechtsanwalts AG ist eine auf den Anlegerschutz spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei, die bundesweit ausschließlich geschädigte Kapitalanleger vertritt. Aufgrund unserer konsequenten Spezialisierung auf das Kapitalanlagerecht und dadurch, dass wir ausschließlich für geschädigte Kapitalanleger tätig werden, bieten wir Anlegerschutz auf höchstem Niveau.

Für weitere Informationen oder Fragen stehen wir Ihnen auf www.anlegerschutz.ag gerne zur Verfügung.