Insolvenz der MS Pontremoli – Bald droht die Verjährung!

Insolvenz der MS Pontremoli – Bald droht die Verjährung!
27.07.2016291 Mal gelesen
Der 2006 aufgelegte Schiffsfonds MS Pontremoli ist insolvent (Az.: 67b IN 140/16) – Anleger sollten rechtzeitig reagieren, denn bald verjähren sämtliche Ansprüche.

Am 8. Juli 2016 hat das Amtsgericht Hamburg das reguläre Insolvenzverfahren über die Schiffsfondsgesellschaft MS Pontremoli eröffnet (Az.: 67b IN 140/16). Anleger könnten nun mit hohen Verlusten bis hin zum Totalverlust ihrer Einlage rechnen. Der zuständige Insolvenzverwalter könnte im schlimmsten Fall die bereits erhaltenen Ausschüttungen zurückverlangen.

2006 hat die Hamburgische Seehandlung Gesellschaft für Schiffsbeteiligungen mbH die Beteiligung an der MS Pontremoli, mit einer Mindestbeteiligung von 20.000 Euro, angeboten. Die Überkapazität der Schiffe und sinkende Nachfrage sorgte seit der Finanzkrise 2008 für rote Zahlen im Bereich Schiffsfonds. Wirtschaftlich waren nahezu sämtliche Schiffsfonds betroffen und immer noch haben sie mit den Spätfolgen zu kämpfen. Das 2010 von der Gesellschaft angesetzte Sanierungskonzept konnte eine Insolvenz allerdings nicht verhindern. Denn das Amtsgericht Hamburg eröffnete bereits am 4. Mai 2016 das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen des Schiffsfonds MS Pontremoli. Nun reiht sich auch die MS Pontremoli in die Riege zahlreicher insolventer Schiffsfondsgesellschaften ein.

Verjährung der Ansprüche: Möglicher Totalverlust?
Anleger die sich im Jahr 2006 an einer Kommanditgesellschaft beteiligten, haben jetzt Tag genau die Möglichkeit ihre Ansprüche geltend zu machen. Betroffenen droht ein hoher finanzieller Verlust bis hin zum Totalverlust. Es wird dringend geraten, einen Anwalt hinzuzuziehen, der mögliche Schadensersatzansprüche geltend machen könnte. Grundlage der Schadensersatzansprüche könnte eine fehlerhafte Anlageberatung sein. Oftmals wurden Schiffsfonds als sehr sicher und gewinnbringend eingestuft, obwohl diese hohe Risiken für Investitionen bergen.

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