Gläubigerversammlung der German Pellets GmbH – Ernüchterndes Ergebnis

Gläubigerversammlung der German Pellets GmbH – Ernüchterndes Ergebnis
18.07.2016633 Mal gelesen
Die Anleger der German Pellets GmbH drohen mit leeren Händen zu gehen, denn von den eigentlich 280 Mio. Euro Investitionsgeldern sollen nur noch 4,4 Mio. Euro im Insolvenzverfahren zur Verfügung stehen.

Vom 5. bis 8. Juli fanden vier Gläubigerversammlungen für die Inhaber von Schuldverschreibungen, sowie von Genussrechten statt. Der Brennstoffhersteller befindet sich seit dem 1. Mai 2016 im Insolvenzverfahren aufgrund von Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit (Az.: 580 IN 64/16). Rund 17.000 Anleger investierten etwa 280 Mio. Euro in das Wismarer Unternehmen. Nun wurde bekannt gegeben, dass abzüglich der Masseverbindlichkeiten nur noch 4,4 Mio. Euro zur Verfügung stehen, sodass Anleger nun mit hohen Verlusten rechnen könnten.

Der Holzpellet-Hersteller, German Pellets, emittierte zwischen 2011 und 2014 drei Anleihen, die sich mit 7,25 Prozent hohen Zinsen als sehr gefragt erwiesen. Die erste Anleihe im Jahr 2011 verbuchte ein Emissionsvolumen von etwa 100 Mio. (WKN: A1H3J6). Die Anleihe aus dem Jahr 2013 sammelte rund 50 Mio. Euro Anlegergelder ein (WKN: A1TNAP). Im Jahr 2014 konnte der Brennstoffhersteller weitere 100 Mio. Euro Investitionsgelder einnehmen (WKN: A13R5N). Zudem gab das Unternehmen German Pellets einen Genussschein, im Gesamtnennbetrag von 15 Mio. Euro,  mit einem ergebnisabhängigen Zins von acht Prozent (WKN: A141BE) aus. Das gesamte Emissionsvolumen der drei börsennotierten Anleihen beläuft sich auf etwa 280 Mio. Euro. Das Geld der Anleger könnte nun verbrannt sein. Weiterhin sind auch neben der German Pellets-Pleite zahlreiche Tochtergesellschaften insolvent. Die zuständige Insolvenzverwalterin, Frau Bettina Schmudde, zeigte bereits kurz nach Verfahrenseröffnung Masseunzulänglichkeit an. Das bedeutet, dass Anleger und Inhaber von Genussscheinen, die nachrangig behandelt werden, mit einem Totalverlust rechnen müssen.

Möglicher Totalverlust bei Anlegern?
Anleger könnten mit hohen Verlusten bis hin zum Totalverlust rechnen. Insbesondere betroffene Genussrechteinhaber könnten einen Totalverlust erleiden. Im Insolvenzverfahren werden die Genussrechteinhaber nachrangig behandelt. Betroffene sollten frühzeitig reagieren und anwaltlichen Rat hinzuziehen um mögliche Schadensersatzansprüche prüfen zu lassen und weitere rechtliche Möglichkeiten auszuschöpfen.

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