Ermittlungen gegen die Steilmann SE – Anzeige wegen Insolvenzverschleppung

Ermittlungen gegen die Steilmann SE – Anzeige wegen Insolvenzverschleppung
27.06.2016431 Mal gelesen
Hat der Bergkamener Konzern Steilmann bereits beim Börsengang im letzten Jahr von einer drohenden Insolvenz geahnt? Welche Folgen könnte das nun für die rund 9 Mio. Anleger haben?

Laut dem WDR ermittelt die Dortmunder Staatsanwaltschaft gegen das insolvente Modeunternehmen Steilmann. Es wurden zwei Strafanzeigen wegen Insolvenzverschleppung gestellt.

Das 1958 in Wattenscheid gegründete Modeunternehmen Steilmann galt einst als der größte Konfektionär Europas. Die Steilmann SE hat in den Jahren 2012 bis 2015 drei Mittelstandsanleihen begeben (WKN A1PGWZ; WKN A12UAE; WKN A14J4G. Rund 9 Mio. Anleger investierten etwa 88 Mio. Euro. Ende des Jahres 2015 wagte das Bergkamener Modeunternehmen den Sprung an die Börse. Am 1. Juni folgte dann allerdings die Hiobsbotschaft für Anleger: das Amtsgericht Dortmund eröffnete das reguläre Insolvenzverfahren über das Vermögen der Steilmann SE, aufgrund von Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit (Az.: 251 IN 34/16). Nun sollen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Klarheit verschaffen, zum Beispiel, ob bereits zum Zeitpunkt des Börsengangs eine Insolvenz ersichtlich war.

Möglichkeiten für betroffene Anleger

Betroffene sollten rechtzeitig ihre Forderungen form- und fristgerecht bis zum 23. August 2016 beim zuständigen Insolvenzverwalter anmelden. Anleger könnten mit hohen Verlusten bis hin zum Totalverlust rechnen. Es bleibt unwahrscheinlich, dass die Insolvenzmasse ausreicht, um sämtliche Forderungen zu bedienen. Betroffene sollten deshalb frühzeitig reagieren und anwaltlichen Rat hinzuziehen um mögliche Schadensersatzansprüche prüfen zu lassen und weitere rechtliche Möglichkeiten auszuschöpfen. Diese könnten sich im Zuge der Prospekthaftung ergeben, zum Beispiel bei fehlerhaften oder unvollständigen Angaben im Emissionsprospekt. Zudem könnten auch Ansprüche gegen Vermittler und Berater entstanden sein, sofern diese ihren Aufklärungspflichten nicht vollständig nachgekommen sind.

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