MS Sarah Schulte: Letztes Schiff des LF-Flottenfonds V insolvent

MS Sarah Schulte: Letztes Schiff des LF-Flottenfonds V insolvent
06.06.2016312 Mal gelesen
Am 20. Mai stellte die Schiffsfondsgesellschaft MS Sarah Schulte beim Amtsgericht Lüneburg einen Antrag auf Insolvenzeröffnung.

Jetzt hat es auch den Dritten im Bunde getroffen: Die Schiffsfondsgesellschaft MS Sarah Schulte des LF-Flottenfonds V stellte am 20. Mai 2016 einen Antrag beim Amtsgericht Lüneburg auf Insolvenzeröffnung (Az.: 56 IN 44/16). Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Heiko Fialski bestellt.

Der Dachfonds LF-Flottenfonds V legte die drei Zielfonds MS Julia Schulte, MS Sarah Schulte und MS Victoria Schulte auf. Bereits im Januar 2014 wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Schiffsfonds MS Julia Schulte eröffnet. In diesem Jahr folgte zudem die Insolvenz der MS Victoria Schulte. Das Containerschiff MS Victoria Schulte konnte seinen Kapitaldienst nicht mehr leisten und zudem stand der Kreditbetrag außer Verhältnis zu dem eigentlichen Marktwert des Objektes, sodass die Loan-to-Value-Klausel des Kreditvertrags verletzt wurde. Die Überkapazität der Schiffe und sinkende Nachfrage sorgte seit der Finanzkrise 2008 für rote Zahlen im Bereich Schiffsfonds. Wirtschaftlich waren nahezu sämtliche Schiffsfonds betroffen und immer noch haben sie mit den Spätfolgen zu kämpfen. Nun reiht sich auch MS Sarah Schulte in die Riege zahlreicher insolventer Schiffsfondsgesellschaften ein.

Betroffene sollten ihre Forderungen rechtzeitig beim zuständigen Insolvenzverwalter anmelden.

Droht der Totalverlust?

Allerdings könnte es sehr unwahrscheinlich sein, dass die Insolvenzmasse ausreicht, um sämtliche Forderungen zu decken. Anlegern könnte ein hoher finanzieller Verlust bis Totalverlust drohen. Betroffenen wird deshalb dringend geraten einen Anwalt hinzuzuziehen, der mögliche Schadensersatzansprüche geltend machen könnte. Grundlage der Schadensersatzansprüche könnte eine fehlerhafte Anlageberatung sein. Oftmals wurden Schiffsfonds als sehr sicher und gewinnbringend eingestuft, obwohl diese hohe Risiken für Investitionen bergen.

Bei nicht ordnungsgemäßer Aufklärung ihrer Anlage haben Sie die Möglichkeit sich anwaltlich zu Ihren Schadensersatzansprüchen beraten zu lassen.

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