Swapverträge - mit einer Laufzeit von 30 Jahren wird es problematisch

29.05.2016252 Mal gelesen
Sparkassen haben sehr oft Swaps verkauft mit einer Laufzeit von 30 Jahren. Diese Verträge sind rechtlich meistens angreifbar mangels Konnexität zum Grundgeschäft. Erst am 22.03.2016 hat der Bundesgerichtshof erneut gegen eine Bank entschieden und dem Kunden Schadensersatz zugesprochen.

Das Thema Laufzeit spielt im Zusammenhang mit dem anfänglich negativen Barwert bei Swaps eine entscheidende Rolle. Gem. neuesten Urteil des Bundesgerichtshofs muss die Laufzeit von Swap und Darlehen übereinstimmen oder zumindest partiell übereinstimmen. Keinesfalls darf die Laufzeit des Swaps länger sein, als die Laufzeit des Darlehens.

Im Bereich von 30 Jahren Laufzeit für einen Swap wird es dabei eng für die Banken, denn die meisten Darlehen dürften maximal eine Laufzeit von 15 Jahren haben.

In diesem Fall sind die Banken dazu verpflichtet über den anfänglich negativen Barwert des Swaps bei der Beratung hinzuweisen. Erfolgte diese nicht, so ist das Geschäft angreifbar und muss Seitens der Bank rückabgewickelt werden.

Dies ist aber nur eine Möglichkeit die Geschäfte anzugreifen. Zwischenzeitlich haben sich in der Rechtsprechung aber auch andere Angriffspunkte herausgestellt. Ein wichtiger Punkt sind auch die heutigen negativen Zinsen und deren Folgen. Darüber hinaus das hohe Verlustrisiko.

Insgesamt bestehen sehr gute Chancen die Verluste aus Swapgeschäften an die Banken zurück zu geben. Ergebnis eines solchen Verfahrens ist die Ausbuchung des negativen Marktwertes und die Rückerstattung der bisher geleisteten Zahlungen unter Anrechnung erhaltener Zahlungen.

Betroffenen Kunden wird angeraten ihre Verträge von Experten überprüfen zu lassen. Rechtsanwalt Leipold hat sich seit 2007 auf die erfolgreiche Durchsetzung von Swapansprüchen spezialisiert.