Scholz Holding GmbH: Restrukturierung könnte jetzt hohe Verluste für Anleger bedeuten

Scholz Holding GmbH: Restrukturierung könnte jetzt hohe Verluste für Anleger bedeuten
25.05.2016666 Mal gelesen
Die Ergebnisse der Gläubigerversammlung vom 19. Mai und die Folgen für betroffene Anleger:

Am 19. Mai fand die Gläubigerversammlung der Scholz Holding GmbH in Wien statt. Thema der Versammlung war die 2012 begebene Mittelstandsanleihe, die bis zum 31. Mai gestundet werden sollte. Von den eigentlichen 182,5 Mio. Euro Anlegergeldern, sollen im Zuge der Restrukturierungsmaßnahmen nur knapp 8 Prozent ausgezahlt werden. Die einmalige Abschlagzahlung in Höhe von 14 Mio. Euro könnte sich bei positiver wirtschaftlicher Entwicklung nochmals um 5,8 Mio. Euro erhöhen. Dennoch sind letztlich 11 Prozent des eingesetzten Kapitals ein herber Schlag für die Anleger. Denn im Gegenzug verzichten die Anleger auf sämtliche offenen Ansprüche.

Das 1872 gegründete Familienunternehmen Scholz Holding GmbH, mit Sitz in Essingen, ist weltweit in der Recyclingbranche etabliert. Der Schrottverwerter sammelte etwa 182,5 Millionen Euro Anlegergelder ein, mit einem Zinssatz von 8,5 Prozent jährlich. Die Mittelstandsanleihe des Unternehmens fasst ein Gesamtvolumen von etwa 15,5 Millionen Euro (ISIN: AT 0000A0U9J2 / WKN A1MLSS). Der Preisdruck auf dem Schrott- und Stahlmarkt kostete Scholz einen tiefen Einschnitt in der Gesamtleistung. Seit 2013 arbeitet Scholz Holding AG GmbH schon an einem Sanierungskonzept. Weiterhin stehen Strukturierungsmaßnahmen der Finanzverbindlichkeiten an, denn statt einem möglichen Insolvenzverfahren wird in Großbritannien über ein „Scheme of Arrangement“ mit den Gläubigern saniert.

Die einmalige Abschlagzahlung in Höhe von 14 Mio. Euro kann noch nicht einmal die für Ende Mai fälligen Zinsen der Anleihe decken.

Totalverlust? Möglichkeiten für Betroffene
Die Restrukturierungsmaßnahmen könnten für Anleger nun einen Verlust von rund 90 Prozent bedeuten. Betroffene sollten frühzeitig reagieren und anwaltlichen Rat hinzuziehen um mögliche Schadensersatzansprüche prüfen zu lassen und weitere rechtliche Möglichkeiten auszuschöpfen. Ansprüche auf Schadensersatz können insbesondere bei Prospekthaftung und Vermittlerhaftung in Betracht kommen. Sollten Anlageberater ihre Informations- und Aufklärungspflichten missachtet haben, können betroffene Anleger ihre Ansprüche geltend machen.

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