Erste Oderfelder und LombardClassic 2 und 3: Anlegern könnten jetzt hohe Verluste drohen – Welche Handlungsmöglichkeiten bestehen?

Erste Oderfelder und LombardClassic 2 und 3: Anlegern könnten jetzt hohe Verluste drohen – Welche Handlungsmöglichkeiten bestehen?
25.05.2016415 Mal gelesen
Die Anleger der Erste Oderfelder und LombardClassic 2 und 3 haben Rundschreiben zweier Kanzleien erhalten, die nun auf der Suche nach den Verantwortlichen für das Debakel sind.

In den vergangenen zwei Wochen haben die Anleger der stillen Beteiligungen LombardClassic 2 und 3, sowie der Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG Rundschreiben der beiden Anwaltskanzleien Klumpe, Schröder + Partner GbR Rechtsanwälte und der Pforr Rechtsanwälte & Kollegen PartG mbB erhalten.

Nach dem ernüchternden Ergebnis der ersten Pfandbewertung wird nun auch nach den Schuldigen gesucht. Zahlreiche Anleger haben sich als Stille Gesellschafter an der Erste Oderfelder und der LombardClassic 2 und 3 beteiligt. Die 100 Mio. Euro Anlegergelder flossen in Pfandkreditgeschäfte der Lombardium Hamburg GmbH. Davon könnte jetzt nicht mehr allzu viel übrig sein. Denn die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO schätzte die Pfänder auf einen Wert zwischen 4,7 Mio. Euro und 7,9 Mio. Euro. Von den eigentlichen 80 Mio. Euro Pfanddarlehen, scheinen nur knapp 10 Prozent zur Verfügung zu stehen. Bislang ist es noch unklar wie es zu diesem Debakel kommen konnte und wer dafür zur Verantwortung gezogen wird.

Vorwürfe gegen Vermittler und Unternehmensführung

Die Kanzlei Pforr beruft sich in ihrem Schreiben auf die Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung des Vermittlers. Für Finanzanlagenvermittler ist eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung seit dem 1. Januar 2013 Pflicht. Laut Pforr sollen der Sozietät einige Dokumente vorliegen, die auf Beratungsfehler von Vermittlern hinweisen. Diese sollen das Anlageprodukt als sehr sicher und risikofrei verkauft haben.

Die Kanzlei Klumpe, Schröder + Partner beruft sich auf Fehler in der Unternehmensführung. Denn die Lombardium Hamburg hat in ihrem Rundschreiben ein „schuldhaftes Verhalten“ dementiert. Klumpe, Schröder + Partner hingegen führt aus, dass ein erheblicher Kapitalverlust in den Monaten zwischen 01.01.2014 und 01.10.2014 eingetreten sein muss. Weiterhin führt die Sozietät aus, dass Pflichtverletzungen zu Lasten stiller Gesellschafter vorgenommen wurden.

Möglichkeiten der Anleger

Betroffene sollten frühzeitig reagieren und anwaltlichen Rat hinzuziehen um mögliche Schadensersatzansprüche prüfen zu lassen und weitere rechtliche Möglichkeiten auszuschöpfen. Ansprüche auf Schadensersatz können insbesondere bei Prospekthaftung und Vermittlerhaftung in Betracht kommen. Sollten Anlageberater ihre Informations- und Aufklärungspflichten missachtet haben, können betroffene Anleger ihre Ansprüche geltend machen.

Sie haben Fragen? Wir sind für Sie da.
Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben oder rechtliche Hilfe benötigen, rufen Sie uns einfach an oder nutzen Sie unseren kostenlosen Rückrufservice.

Die Anwaltskanzlei für Anlegerschutz, Bankrecht und Kapitalanlagerecht
Die IVA Rechtsanwalts AG ist eine auf den Anlegerschutz spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei, die bundesweit ausschließlich geschädigte Kapitalanleger vertritt. Aufgrund unserer konsequenten Spezialisierung auf das Kapitalanlagerecht und dadurch, dass wir ausschließlich für geschädigte Kapitalanleger tätig werden, bieten wir Anlegerschutz auf höchstem Niveau.

Für weitere Informationen oder Fragen stehen wir Ihnen auf www.anlegerschutz.ag gerne zur Verfügung.