Insolvenz der Steilmann SE: Was geschieht mit den Anlegergeldern?

Insolvenz der Steilmann SE: Was geschieht mit den Anlegergeldern?
31.03.2016440 Mal gelesen
Rechtliche Möglichkeiten für Betroffene – Fachanwalt informiert

Das Bergkamener Unternehmen Steilmann SE teilte am 23. März 2016 mit, Insolvenz anzumelden. Am 24. März 2016 eröffnete das Amtsgericht Dortmund bereits das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen der Steilmann SE (Az.: 251 IN 34/16) und der Steilmann Holding AG (Az.: 252 IN 33/16). Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Frank Kebekus bestellt. Anleger könnten mit hohen Verlusten rechnen.

Das 1958 in Wattenscheid gegründete Modeunternehmen Steilmann galt einst als der größte Konfektionär Europas. Bereits im Jahr 2005 kündigte das Unternehmen einen Insolvenzantrag an. Die Übernahme durch eine italienische Unternehmensgruppe konnte die Insolvenz allerdings zu diesem Zeitpunkt verhindern. Die Steilmann SE hat in den Jahren 2012 bis 2015 drei Mittelstandsanleihen begeben: 2012/17 ISIN DE000A1PGWZ2 / WKN A1PGWZ, 6,75 Prozent p.a. und 2014/18 ISIN DE000A12UAE0 / WKN A12UAE, 2015/17 ISIN DE000A14J4G3 / WKN A14J4G  mit jeweils 7 Prozent p.a. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf rund 88 Millionen Euro. Am 23. März folgte dann die Hiobsbotschaft für Anleger: Das Unternehmen ist im vorläufigen Insolvenzverfahren und zwei der Anleihen wären bereits 2017 zur Rückzahlung fällig.

Möglichkeiten für betroffene Anleger

Zunächst ist abzuwarten ob ein reguläres Insolvenzverfahren eröffnet wird. Die Forderungen müssen dann zeitig beim zuständigen Insolvenzverwalter angemeldet werden. In diesem Fall könnten Anleger mit hohen Verlusten bis hin zum Totalverlust rechnen. Betroffene sollten frühzeitig reagieren und anwaltlichen Rat hinzuziehen um mögliche Schadensersatzansprüche prüfen zu lassen und weitere rechtliche Möglichkeiten auszuschöpfen.

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