Goldskandal der BWF-Stiftung: Anklage gegen mutmaßliche Drahtzieher erhoben

Goldskandal der BWF-Stiftung: Anklage gegen mutmaßliche Drahtzieher erhoben
15.03.2016179 Mal gelesen
– Fachanwalt informiert –

Die Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung soll mehr als 6.000 Anleger sowohl mit Versprechungen, als auch wegen der Echtheit des verkauften Golds getäuscht und damit um rund 50 Millionen Euro gebracht haben. Die Staatsanwaltschaft soll nun gegen sechs mutmaßliche Drahtzieher Anklage, u.a. wegen des Verdachts auf gewerbs- und bandenmäßigen Betruges, erhoben haben.


Das Unternehmensmodell erschien verlockend: Die BWF-Stiftung verkaufte Gold an Anleger, bewahrte es in einer Berliner Villa auf und versprach den Anleger es zu einem späteren Zeitpunkt für einen höheren Preis, völlig unabhängig vom wechselnden Goldpreis, wieder abzukaufen. Das scheinbar attraktive System soll allerdings mehr als trügerisch gewesen sein. Beamte entdeckten noch im Jahr 2015 die aufbewahrten Barren im Keller der Villa. Die Stiftung soll zu einem Großteil Goldbarren-Attrappen verkauft haben. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ordnete die Abwicklung des unerlaubt betriebenen Einlagengeschäfts und die Rückzahlung der Gelder an die Anleger an. Der Anordnung konnte der Trägerverein der BWF-Stiftung, der Bund deutscher Treuhandstiftungen (BDT), nicht nachkommen und meldete kurzerhand die Insolvenz an.

Möglichkeiten für Betroffene
Die Wahrscheinlichkeit einer hohen Insolvenzquote der BDT ist gering. Anleger könnten mit hohen Verlusten bis hin zum Totalverlust rechnen. Deshalb sollten Betroffene anwaltlichen Rat hinzuziehen, um mögliche Schadensersatzansprüche geltend zu machen.

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