HypoVereinsbank - neue Ansprüche in Sachen Swaps

28.02.2016251 Mal gelesen
Ein Szenario, dass 2005 bis 2014 undenkbar war, aber bereits zu diesem Zeitpunkt in den Verträgen der HypoVereinsbank bei Swaps geregelt wurde. Bei einem negativen Euribor muss der Kunde, der üblicherweise den Festzins bezahlt zusätzlich den negativen eil der Bank ausgleichen. Damit bekommt ein Zins


Ein Szenario, dass 2005 bis 2014 undenkbar war, aber bereits zu diesem Zeitpunkt in den Verträgen der HypoVereinsbank bei Swaps geregelt wurde. Bei einem negativen Euribor muss der Kunde, der üblicherweise den Festzins bezahlt zusätzlich den negativen teil der Bank ausgleichen. Damit bekommt ein Zins Swap ein unendliches Risiko. Zufall oder Absicht? Das ist die Frage die sich stellt, wenn Swapgeschäfte vor Gericht gehen.

Für Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold ist dies eindeutig."Nur wenn ich an ein bestimmtes Szenario denke, kann ich es als Vertragspartner in einen Vertrag aufnehmen. Für mich bedeutet das es irgend jemand in der Bank gab, der genau dieses Szenario eines negativen Euribor bereits in Jahren bedacht hat, als es der Markt noch nicht erwarten lies. Folglich trifft bei einer nicht Aufklärung die Bank ein vorsätzliches Organisationsverschulden." so Rechtsanwalt Leipold.

Zu den bereits vielen Angriffspunkten in Sachen Swaps kommt damit ein neuer Punkt hinzu, um die Interessen der Kunden durchzusetzen. Die Bank wird sich schwer rausreden können an dieser Stelle, denn die Verträge wurden von ihr vorgelegt und entworfen.

Betroffenen Kunden kann daher nur dringend empfohlen werden ihre Ansprüche noch im Jahr 2015 zu sichern und die Verjährung zu unterbrechen, damit der Schaden am Ende nicht beim Kunden hängen bleibt.

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold hat sich seit 2007 auf die erfolgreiche Durchsetzung von Ansprüchen aus Swapgeschäften spezialisiert.