HypoVereinsbank - auch hier können Zinsswaps zum Schadensersatz führen

14.02.2016258 Mal gelesen
Immer mehr Gerichte sehen einen Beratungsfehler in der Nichtaufklärung über die Möglichkeit eines negativen Zins und die daraus entstehenden Auswirkungen. Ein neuer Ansatzpunkt gegen die gefährlichen Swapgeschäfte.

"Es ist ein ganz neuer Ansatz gegen diese Art von Geschäft. Insbesondere sind davon nicht nur komplexe Swapgeschäfte betroffen, sondern auch die einfachen Zinsswaps." so Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold.

"Als der Zins ins negative ging, haben wir unsere Klagen sofort dahingehend erweitert. Nun haben wir nach wenigen Monaten erste Urteile die uns einen Beratungsfehler bestätigen." so Leipold weiter.

Auch die HypoVereinsbank hatte Vertragsklauseln verwendet, aus denen hervorgeht, dass Kunden bei einem negativen Zinssatz nicht nur den Festzins zu bezahlen haben, sondern auch den negativen Teil der Bank.


Über Nacht hat man somit ein unendliches Verlustrisiko. Sollte der Zins wie angekündigt weiter sinken, könnte das ruinös auf Kredite wirken die mit Swaps abgesichert worden sind.

Aus diesem Grund hat auch das OLG Hamm ein einem Hinweis darauf aufmerksam gemacht, dass aus ihrer Sicht ein Swap nicht anlegergerecht bei einer Finanzierung ist. Der Kunde bekommt neue Risiken die er nicht wollte.


Betroffenen Kunden wird daher angeraten ihre Unterlagen von Experten überprüfen zu lassen und verjährungshemmende Massnahmen zu ergreifen.