Sparkasse Köln Bonn - Zins Swap bei Finanzierung nicht anlegergerecht

31.01.2016243 Mal gelesen
In einem weiteren verfahren wurde der Sparkasse Köln Bonn attestiert, dass der Verkauf eines Zins Swaps im Zusammenhang mit einer Finanzierung nicht anlegergerecht ist. Achtung Verjährung droht.

In einem weiteren verfahren wurde der Sparkasse Köln Bonn attestiert, dass der Verkauf eines Zins Swaps im Zusammenhang mit einer Finanzierung nicht anlegergerecht ist. Gem. Swapvertrag können beide Parteien den Swap mit einer Frist von 4 Wochen kündigen. Dies ist eine Standardvereinbarung aus fast allen Swapgeschäften. Aus diesem Grund ist die Empfehlung eines Zins Swap zur Zinsabsicherung nicht anlegergerecht. Das Gericht geht davon aus, dass die Sparkasse bei einem positiven Verlauf des Swaps für den Kunden diesen kündigen würde. Dadurch setz die Sparkasse den Kunden zwei neuen Risiken aus. zum einen verliert er seine Zinsabsicherung. Zum anderen muss er durch die Kündigung ggf. einen negativen Marktwert bezahlen. Beides ist zum Nachteil des Kunden und für diesen nicht vorhersehbar.

Damit haben geschädigte Swapkunden neue Ansatzpunkte, um die Geschäfte erfolgreich vor Gericht rückabzuwickeln oder Schadensersatz zu erhalten. Von Vorteil ist vor allem, das es dabei nicht relevant ist, ob der Swap und das Grundgeschäft Konnex sind. Zu beachten gilt lediglich die 10 jährige Verjährung. Im Jahr 2016 verjähren sämtliche Ansprüche aus dem Jahr 2006 und zwar an dem Tag an dem man die Geschäfte abgeschlossen hat.


Betroffenen Kunden wird daher empfohlen ihre Unterlagen dahingehend prüfen zu lassen und verjährungshemmende Massnahmen zu ergreifen.